Datenquellen und Einschränkungen
Der ERA-Explorer basiert auf ERA-5-Reanalysedaten des europäischen Zentrums für Mittelfristprognosen (EZMWF). Eine Reanalyse kombiniert meteorologische Beobachtungen (Wetterstationen, Satellitendaten, Ballonsonden, Flugzeugmessungen) mit einem physikalischen Modell, um den Zustand der Atmosphäre in der Vergangenheit zu rekonstruieren.
Die ERA-5 Daten reichen bis ins Jahr 1940 zurück und gehören in der Wissenschaftscommunity zu den am meisten verwendeten Daten zur Untersuchung des Klimas und der atmosphärischen Zirkulation. Es können sowohl vergangene Wetterereignisse analysiert als auch durchschnittliche Klimadaten über mehrere Jahrzehnte berechnet werden.
Allerdings gibt es bei der Verwendung dieser Daten auch einige Einschränkungen. Die wichtigste betrifft die räumliche Auflösung, welche rund 31 x 31 km beträgt. Jeder Wert stellt somit den Durchschnitt über diese Fläche dar. In Bergregionen variieren die Bedingungen innerhalb einer solchen Fläche jedoch stark. So entsprechen beispielsweise die Temperaturverhältnisse der Reanalyse in Brig nicht den realen Verhältnissen am Talboden.
In solchen Situationen ist es besser, auf langjährige Messungen einer Wetterstation zurückzugreifen. Für die Schweiz steht dafür eine Vielzahl an Daten und Applikationen auf unserer Webseite zur Verfügung.