
Zwischen einem Hochdruckgebiet mit Zentrum südwestlich der portugiesischen Atlantikküste und einer Tiefdruckzone über dem Nordmeer und der Nordsee stellt sich in den nächsten Tagen über den Alpen eine markante, von West auf Nordwest drehende Strömung ein. Diese führt schubweise feuchte Luft zu den Alpen, wo sie sich staut.
Zwischen Sonntagabend und dem späten Dienstagabend werden vom westlichen Berner Oberland über die Urner und Glarner Alpen bis zum Rätikon oberhalb von rund 1500 Metern 70 bis 100 cm Neuschnee erwartet. Die Schneefallgrenze steigt am Alpennordhang am Sonntagabend zunächst auf 1000 bis 1500 Meter. Am Montag sinkt sie auf 800 bis 1100 Meter, in der Nacht auf Dienstag mit dem Einfliessen von kälterer Luft gegen 600 Meter.

Die Schneefälle werden von starkem bis stürmischem West- bis Nordwestwind begleitet. Oberhalb von rund 2000 Metern erwarten wir Windspitzen von 90 bis 120 km/h, wobei sich in Nord- und Mittelbünden die starken Winde erst im Laufe des Montagnachmittags bemerkbar machen dürften. Diese Böenspitzen entsprechen einer Warnung der Stufe 2.
Auch im Flachland erwarten wir oberhalb von 800 Metern (dem Jura entlang oberhalb von 600 Metern) zeitweise starken Westwind. Die Böenspitzen liegen dabei im Bereich von 60 bis 90 km/h, was ebenfalls einer Warnung der Stufe 2 entspricht.