Die Woche startete wechselhaft mit einer Kaltfront aus Nordwesten und etwas Niederschlag am Alpennordhang und im Jura. Auf der Alpensüdseite war es durch Nordwindeinfluss mild, dies vor allem am Dienstag mit Höchstwerden von knapp über 20 Grad. Anschliessend machte sich auf der Alpennordseite Hochdruckeinfluss breit, die Temperaturen stiegen bereits am Mittwoch an, vor allem im Jura erreichten sie schon rekordverdächtige Höchstwerte. In den Niederungen im Mittelland wurde die Sonneneinstrahlung am Mittwoch und Donnerstag noch durch Nebelfelder am Vormittag gestört, am Freitag war dann die Einstrahlung bei einer nach wie vor ähnlich milden Luftmasse quasi uneingeschränkt.
Neue Temperaturrekorde für den Monat Februar seit Messbeginn gab es an vier Stationen, drei davon im Jura. Fahy mit 20.0 Grad sticht hier besonders heraus. Samedan verpasste einen neuen Stationsrekord am gestrigen Donnerstag beispielsweise um 0.1 Grad. Fünf weitere Stationen verzeichneten ebenfalls zweite Plätze bei den Februarhöchstwerten.
An einigen Stationen in der Nordwestschweiz, im Jura sowie in Chur wurde zudem am heutigen Freitag die 20 Gradmarke geknackt, auf der Alpennordseite war dies zum ersten Mal in diesem Jahr der Fall. Ein Frühsommertag im Februar ist beispielsweise an der Station Basel/Binningen sehr selten, seit Beginn der Messreihe im Jahr 1897 gab es dies erst drei Mal.

Infolge einer schwachen Kaltfront gehen die Temperaturen von Samstag auf Sonntag etwas zurück, oberhalb von 1200 bis 1500 Meter fällt auch gebietsweise etwas Schnee. Die Aussichten für die nächste Woche gestalten sich auf der Alpennordseite vorerst trocken, nach jeweils morgendlichen Nebelfeldern ist mit recht sonnigem Wetter zu rechnen, die Höchsttemperaturen erreichen 12 bis 16 Grad. Es geht also erstmal mild weiter, wenn auch auf einem leicht tieferen Niveau als in dieser Woche.