Das landesweite Mittel der Wintertemperatur (Dezember 2025 bis und mit Februar 2026) beträgt aktuell -0,2 °C (Stand: 26. Februar 2026). Damit liegt der Winter 2025/2026 momentan 1,6 °C über dem Referenzwert 1991–2020. Dies entspricht aktuell dem 6. Rang der wärmsten Winter seit Messbeginn 1864. Der bisher mildeste Winter war der Winter 2023/2024 mit einer Abweichung von +2,8 °C zur Referenzperiode 1991-2020. Die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 bildeten den bisher zweitmildesten Winter. Damals lag die landesweite Mitteltemperatur 2,6 °C über der Referenz.
Der letzte Winter mit einer unterdurchschnittlichen Temperatur im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 war der Winter 2017/2018 mit einer Abweichung von -0,5 °C. Die fünf kältesten Winter wiesen alle eine Abweichung zur Referenzperiode von unter -4 °C auf und traten vor 1970 auf.
Der Winter ist heute in der Schweiz 3,2 °C (2,2 – 4,2 °C) wärmer als während der vorindustriellen Referenzperiode 1871–1900. Der diesjährige Winter übertrifft das aktuelle Klimamittel 2026 (Endpunkt der schwarzen Linie in Abbildung 1) nur leicht und entspricht damit in Bezug auf die saisonale Mitteltemperatur einem Winter, wie man ihn im aktuellen Klima etwa erwarten würde – und dies trotz seines hohen Ranges in der gesamten Messreihe. Das illustriert eindrücklich, wie stark sich das Winterklima erwärmt hat: Was wir heute als durchschnittlich bezeichnen, wäre vor rund 40 Jahren noch ein Rekord gewesen.

Über die drei Wintermonate gemittelt lagen die Temperaturen am Alpennordhang, in den Alpentälern und im Jura verbreitet 1,5-2,5 °C über der Referenzperiode 1991-2020. Im Mitteland, in den Walliser, sowie im Nordtessin und in Südbünden wichen die saisonalen Mitteltemperaturen etwas weniger stark von der Referenz ab und erreichten Abweichungen von ungefähr +0,5 bis +1,5 °C.

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im Dezember betrug 0,6 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von +2,0 °C und dem 6. Rang der wärmsten Dezember seit Messbeginn 1864. Am Messstandort in Andermatt wurde mit einem Monatsmittel von 0,3 °C die bisherige Rekordtemperatur vom Dezember 1915 egalisiert.
Nach einem Warmfrontdurchgang am Samichlaus-Tag etablierten sich die milderen Temperaturen im Dezember 2025 und verharrten in den Bergkantonen mit Ausnahme einzelner kalter Tage bis kurz vor Monatsende. Dabei wichen die Tagesmitteltemperaturen in Berglagen und im Jura verbreitet um +4 bis +10 °C von den Referenzwerten der Periode 1991-2020 ab. In den Niederungen, unter dem häufig präsenten Nebel oder Hochnebel, waren die Temperaturen besonders ab der zweiten Dezemberhälfte weitgehend im Bereich des langjährigen Mittels und im letzten Monatsdrittel oft auch darunter.
Der Januar startete mit polarer Kaltluft und entsprechend eisigen Bedingungen. In den ersten sieben Tagen des neuen Jahrs sanken die Tagesmitteltemperaturen im Jura und in den hohen Lagen der Alpen teilweise lokal 10 bis 13 °C unter die Referenzwerte der Periode 1991-2020 für Januar. Vom 3.-7. Januar 2026 wurden die Referenztemperaturen verbreitet um 4 bis 9 °C unterschritten. Die Tagesminima erreichten in dieser Phase im Engadin, im Wallis und im Urnerland lokal zwischen -20 bis -30 °C. In Berglagen hielt die markante Kältewelle bis am 11. Januar an. Danach gab es nördlich der Alpen unter Hochdruckeinfluss Nebel und Hochnebel, überdurchschnittliche Temperaturen in den Bergen und eher unterdurchschnittliche Temperaturen in den Niederungen beidseits der Alpen. Letzten Endes lag die landesweit gemittelte Januartemperatur bei -2,7 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von -0,4 °C.
Im Vergleich zur Referenz war der Februar 2026 regional mild, besonders in der West- und Nordwestschweiz, wo das Februarmittel der Referenzperiode 1991-2020 verbreitet um 3 bis 4 °C überschritten wurde. In den zentralen und südlichen Hochalpen lagen die monatlichen Mittelwerte etwas näher an der Referenz mit Abweichungen von +1 bis etwa +2 °C. Im landesweiten Mittel belegte der Februar kurz vor Monatsende mit einer Abweichung von +3,2 °C zur Referenzperiode 1991-2020 den 5. Rang seit Messbeginn 1864. Der Februar war praktisch durchwegs mild, es gab nur vereinzelt Tage mit Tagesmitteltemperaturen unter den Referenzwerten.
Die Niederschlagsmengen im Zeitraum von Dezember 2025 bis Februar 2026 war verbreitet unter dem Durchschnitt der Referenzperiode 1991-2020, besonders am zentralen Alpennordhang, in Südbünden und im Rheintal. In diesen Gebieten wurden zwischen 45 und 70% eines durchschnittlichen Winterniederschlags erreicht. In den westlichsten Landesteilen wurden die saisonalen Referenzwerte leicht übertroffen. Im landesweiten Durchschnitt lag die winterliche Niederschlagssumme bei rund 70% des Referenzwerts der Periode 1991-2020. Grund für die lokal ausgeprägte Niederschlagsarmut im Winter 2025/2026 war die über weite Strecken hochdruckbestimmte Witterung im Dezember und im Januar.

Besonders im Dezember 2025, aber auch im Januar mangelte es schweizweit an Niederschlag. Nachdem der Novemberschnee in den tiefen und mittelhohen Lagen der vorher genannten Warmfront zum Opfer fiel, gab es auch keinen nennenswerten Nachschub mehr. Gemäss dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF lag deshalb Ende Dezember im gesamten Alpenraum deutlich zu wenig Schnee.
Die monatliche Niederschlagssumme im Dezember 2025 lag schweizweit unter der Referenzperiode 1991-2020. Viele Messstandorte registrierten nur etwa 10-30 % des Referenzniederschlags für einen Dezember. Auf der Alpensüdseite wurden zwischen etwa 20 und 70 % der Referenzwerte erreicht.
Im Januar 2026 wurden vor allem am Alpennordhang, im Wallis und in der Nordostschweiz unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen verzeichnet, verbreitet waren es nur 35-50%, lokal bis 80% der Referenzperiode 1991-2020. Im Jura und auf der Alpensüdseite wurden Niederschlagsmengen von 60-100% erreicht, in der Region Genf waren sie leicht überdurchschnittlich. Auch im Januar blieben die Schneehöhen mehrheitlich unter den Erwartungen.
Dies änderte sich im Februar. Die Niederschlagsmengen im letzten Wintermonat waren verbreitet überdurchschnittlich. Am meisten Niederschlag im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 fiel im Wallis und in der Genferseeregion. Dort wurden lokal 250% oder mehr des Normniederschlags verzeichnet. Auch im Jura, in der Nordschweiz und in Nord- und Mittelbünden wurden verbreitet 160% der Referenz erreicht oder übertroffen. Oberhalb von 1000 bis 1500 Meter fielen regional beachtliche Neuschneemengen (verbreitet 50-80 cm, stellenweise 100 cm und mehr innert weniger Tage) und beendeten damit die Schneearmut der Vormonate in Teilen der Walliser Alpen und in nordöstlichen Alpengebieten, führten in den Hochalpen aber zu zeitweise grosser bis sehr grosser Lawinengefahr. Dennoch blieb die Schneesituation in weiten Teilen unter den Erwartungen, z.B. in den zentralen und südlichen Voralpen und Alpen. Einzig auf der Alpensüdseite blieben die Februarniederschläge unter der Referenz.
Im saisonalen Mittel lag die Sonnenscheindauer weitgehend unter oder im Bereich des Durchschnitts der Referenzperiode 1991-2020 (Stand: 26.2.2026). In den Alpen und im Jura reichte es mit verbreitet 90-105% der Referenz für etwas mehr Sonne als in tiefen Lagen (65-100%).
Der Dezember 2025 zeigte ein typisches Muster für einen von Nebel und Hochnebel dominierten Monat. In den tiefen Lagen des Schweizer Mittellandes vom Genfersee bis zum Bodensee, aber aufgrund einer längeren Staulage auch in der Südschweiz, war die Sonnenscheindauer im Vergleich zu einem mittleren Dezember in der Referenzperiode 1991-2020 unterdurchschnittlich. So wurden regional nur 45-75 % der Sonnenscheindauer im langjährigen Mittel erreicht. Über dem Nebel war der Dezember dafür umso sonniger. Im Jura und in den Alpen wurden stellenweise mehr als 130% einer durchschnittlichen Dezember-Sonnenscheindauer verzeichnet.
Im Januar zeigte sich die Sonne besonders in der Genferseeregion, im Jura, in der Ostschweiz, etwas weniger ausgeprägt in der Innerschweiz und im Kanton Bern. In Genf wurde der sechstsonnigste Januar seit Messbeginn vor über 130 Jahren registriert mit insgesamt knapp 87 Sonnenstunden (Rekord: 114 Sonnenstunden, Januar 2020). In den genannten Gebieten gab es einige Stationen mit mehr als 140% der Sonnenscheindauer in der Referenzperiode 1991-2020. Auf der Alpensüdseite, im Wallis und im Chablais war die Sonnenscheindauer mit lokal weniger als 80% der Referenz deutlich unterdurchschnittlich.
Der Februar zeigte sich bis kurz vor Monatsende schweizweit sonnenarm mit verbreitet 60-90% der Sonnenscheindauer in der Referenzperiode 1991-2020.
Der definitive Bericht zum Winter 2025/2026 ist ab dem 10. März 2026 in der Rubrik Publikationen verfügbar.