Kaum Niederschlag in den ersten zwei Monaten, Februar mit Schnee in den Bergen
Besonders im Dezember 2025, aber auch im Januar mangelte es schweizweit an Niederschlag. Nachdem der Novemberschnee in den tiefen und mittelhohen Lagen der vorher genannten Warmfront zum Opfer fiel, gab es auch keinen nennenswerten Nachschub mehr. Gemäss dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF lag deshalb Ende Dezember im gesamten Alpenraum deutlich zu wenig Schnee.
Die monatliche Niederschlagssumme im Dezember 2025 lag schweizweit unter der Referenzperiode 1991-2020. Viele Messstandorte registrierten nur etwa 10-30 % des Referenzniederschlags für einen Dezember. Auf der Alpensüdseite wurden zwischen etwa 20 und 70 % der Referenzwerte erreicht.
Im Januar 2026 wurden vor allem am Alpennordhang, im Wallis und in der Nordostschweiz unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen verzeichnet, verbreitet waren es nur 35-50%, lokal bis 80% der Referenzperiode 1991-2020. Im Jura und auf der Alpensüdseite wurden Niederschlagsmengen von 60-100% erreicht, in der Region Genf waren sie leicht überdurchschnittlich. Auch im Januar blieben die Schneehöhen mehrheitlich unter den Erwartungen.
Dies änderte sich im Februar. Die Niederschlagsmengen im letzten Wintermonat waren verbreitet überdurchschnittlich. Am meisten Niederschlag im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 fiel im Wallis und in der Genferseeregion. Dort wurden lokal 250% oder mehr des Normniederschlags verzeichnet. Auch im Jura, in der Nordschweiz und in Nord- und Mittelbünden wurden verbreitet 160% der Referenz erreicht oder übertroffen. Oberhalb von 1000 bis 1500 Meter fielen regional beachtliche Neuschneemengen (verbreitet 50-80 cm, stellenweise 100 cm und mehr innert weniger Tage) und beendeten damit die Schneearmut der Vormonate in Teilen der Walliser Alpen und in nordöstlichen Alpengebieten, führten in den Hochalpen aber zu zeitweise grosser bis sehr grosser Lawinengefahr. Dennoch blieb die Schneesituation in weiten Teilen unter den Erwartungen, z.B. in den zentralen und südlichen Voralpen und Alpen. Einzig auf der Alpensüdseite blieben die Februarniederschläge unter der Referenz.
Mehr Sonne in den Alpen als in den Tieflagen
Im saisonalen Mittel lag die Sonnenscheindauer weitgehend unter oder im Bereich des Durchschnitts der Referenzperiode 1991-2020 (Stand: 26.2.2026). In den Alpen und im Jura reichte es mit verbreitet 90-105% der Referenz für etwas mehr Sonne als in tiefen Lagen (65-100%).
Der Dezember 2025 zeigte ein typisches Muster für einen von Nebel und Hochnebel dominierten Monat. In den tiefen Lagen des Schweizer Mittellandes vom Genfersee bis zum Bodensee, aber aufgrund einer längeren Staulage auch in der Südschweiz, war die Sonnenscheindauer im Vergleich zu einem mittleren Dezember in der Referenzperiode 1991-2020 unterdurchschnittlich. So wurden regional nur 45-75 % der Sonnenscheindauer im langjährigen Mittel erreicht. Über dem Nebel war der Dezember dafür umso sonniger. Im Jura und in den Alpen wurden stellenweise mehr als 130% einer durchschnittlichen Dezember-Sonnenscheindauer verzeichnet.
Im Januar zeigte sich die Sonne besonders in der Genferseeregion, im Jura, in der Ostschweiz, etwas weniger ausgeprägt in der Innerschweiz und im Kanton Bern. In Genf wurde der sechstsonnigste Januar seit Messbeginn vor über 130 Jahren registriert mit insgesamt knapp 87 Sonnenstunden (Rekord: 114 Sonnenstunden, Januar 2020). In den genannten Gebieten gab es einige Stationen mit mehr als 140% der Sonnenscheindauer in der Referenzperiode 1991-2020. Auf der Alpensüdseite, im Wallis und im Chablais war die Sonnenscheindauer mit lokal weniger als 80% der Referenz deutlich unterdurchschnittlich.
Der Februar zeigte sich bis kurz vor Monatsende schweizweit sonnenarm mit verbreitet 60-90% der Sonnenscheindauer in der Referenzperiode 1991-2020.
Der definitive Bericht zum Winter 2025/2026 ist ab dem 10. März 2026 in der Rubrik Publikationen verfügbar.