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Saharastaub hüllte die hohen Gipfel der Westalpen ein 

Mit südlichen bis südwestlichen Winden floss heute bereits am Vormittag zwar milde, aber mit Saharastaub angereicherte Luft Richtung Westalpen. Die trübe Luftschicht war für Verhältnisse mit Saharastaub nicht sehr mächtig und hatte eine vertikale Ausdehnung, welche 1500 Meter nicht überschritt. Die höchsten Gipfel der Walliser Alpen lagen zumindest zeitweise über der trüben Luftschicht.

Bei Le Sépey (VD) waren heute Vormittag die höheren Berge durch den Saharastaub verschleiert, während in tieferen Lagen noch gute Sichtverhältnisse herrschten.
Bei Le Sépey (VD) waren heute Vormittag die höhere Berge durch den Saharastaub verschleiert, während in tieferen Lagen noch gute Sichtverhältnisse herrschten. (Meteomeldungen, MeteoSchweiz-App)
Die allerhöchsten Gipfel der Walliser Alpen lagen auch heute Nachmittag noch knapp über der staubbeladenen  Luftschicht, welche den Saharastaub überaus deutlich markierte.
Die allerhöchsten Gipfel der Walliser Alpen lagen auch heute Nachmittag noch knapp über der staubbeladenen Luftschicht, welche den Saharastaub überaus deutlich markierte. (https://zbag.roundshot.com/matterhornglacierparadise)

Dunst und Wolken im Mittel- und Südtessin

Im Mittel- und Südtessin trübte der Dunst das Wetter auf seine Weise. In der Nacht war es bis auf eine Höhe von rund 2000 Metern vorübergehend bewölkt. Bereits gegen den Morgen hin löste sich diese Bewölkung wieder auf. Zurück blieb eine trübe Dunstschicht. 

Über dem Mittel- und Südtessin lag heute ebenfalls eine trübe Luftschicht, allerdings handelte es sich dabei um "normalen " Dunst. Da die relative Luftfeuchtigkeit zu Beginn des Tages noch bei über 80 % lag, handelte es sich definitionsgemäss um feuchten Dunst.
Über dem Mittel- und Südtessin lag heute ebenfalls eine trübe Luftschicht, allerdings handelte es sich dabei um "normalen " Dunst. Da die relative Luftfeuchtigkeit zu Beginn des Tages noch bei über 80 % lag, handelte es sich definitionsgemäss um feuchten Dunst. (https://pizzomatro.roundshot.com)

Was versteht man unter dem Begriff Dunst?

Als Dunst bezeichnet man eine Lufttrübung, wobei die Sicht zwischen 1 und 8 km liegt. Die Lufttrübung wird hervorgerufen durch Aerosole in der Atmosphäre, welche das Licht streuen. Es handelt sich dabei um die sogenannte Mie-Streuung, welche für das weissliche Erscheinen des Dunstes verantwortlich ist. Dies, weil die Mie-Streuung alle Wellenlängen gleich stark streut.

Aerosole sind feine Partikel zwischen 0.001 und 500 Mikrometer. Es handelt sich meist um Meersalz, Mineralstaub oder - vom Mensch verursacht - Russpartikel. Besonders häufig ist Dunst bei einer hohen Luftfeuchtigkeit. Denn in diesem Fall wirken die Aerosole als Kondensationskeime, welche die Tröpfchenbildung verursachen. Sind viele Aerosole in der Atmosphäre, äussert sich dies auch bei geringer Luftfeuchtigkeit als Dunst. Man spricht dann von trockenem Dunst. Die Grenze zwischen trockenem und feuchtem Dunst liegt bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 %.

Mahr über die Partikel in der Atmosphäre lesen Sie unter dem Begriff Aerosole.

Auch in den Niederungen der Alpennordseite lag heute am Morgen eine Dunstschicht, wie dieses Bild, welches bei Weggis (LU) erstellt wurde, eindrücklich zeigt. Die Dunstschicht war allerdings im Gegensatz zum Mittel- und Südtessin nicht sehr mächtig. Darüber war es meist klar.
Auch in den Niederungen der Alpennordseite lag heute am Morgen eine Dunstschicht, wie dieses Bild, welches bei Weggis (LU) erstellt wurde, eindrücklich zeigt. Die Dunstschicht war allerdings im Gegensatz zum Mittel- und Südtessin nicht sehr mächtig. Darüber war es meist klar. (Meteomeldungen, MeteoScweiz-App)

Klare Luft in den östlichen Alpen

In den östlichen Alpen, vor allem im Engadin sowie in Rheinbünden war es heute noch meist klar, dies besonders am Vormittag. Der Saharastaub hatte diese Regionen noch nicht erreicht und die höheren Lagen in den Bergen lagen oberhalb des üblichen Dunstes der Niederungen.

In den östlichen Alpen konnte die Luft noch bis in den Nachmittag hinein als sehr klar bezeichnet werden. Auf dem Hochwang im Schanfigg (GR) jedenfalls war die Fernsicht auch am Nachmittag noch sehr gut.
In den östlichen Alpen konnte die Luft noch bis in den Nachmittag hinein als sehr klar bezeichnet werden. Auf dem Hochwang im Schanfigg (GR) jedenfalls war die Fernsicht auch am Nachmittag noch sehr gut. (https://hochwang.roundshot.com/triemel)