Eine Serie intensiver Winterstürme mit starken Niederschlägen dominierte das Wetter im vergangenen Februar in Westeuropa und Nordafrika. Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko erlebten aussergewöhnlich nasse Bedingungen, die zu schweren Überschwemmungen führten. Die Unwetter verursachten weitreichende Schäden und forderten auch Todesopfer. Im Februar kam es auch in anderen Teilen der Welt zu schweren Überschwemmungen, darunter in Australien, Mosambik und Botswana.
Der Februar 2026 war weltweit der fünftwärmste Februar mit einer durchschnittlichen bodennahen Lufttemperatur von 13,26 °C, was 0,53 °C über dem Durchschnitt von 1991–2020 für Februar liegt (ERA5-Datensatz). Der wärmste Februar wurde 2024 verzeichnet. Der Februar 2026 lag gemäss ERA5 um 1,49 °C über dem geschätzten Durchschnitt von 1850–1900, der zur Definition des vorindustriellen Niveaus verwendet wird.
Die globale Durchschnittstemperatur für den Winter der Nordhalbkugel (Dezember 2025 bis Februar 2026) war die fünfthöchste seit Messbeginn, 0,51 °C über dem Durchschnitt von 1991–2020.

Die durchschnittliche Temperatur über dem europäischen Festland lag im Februar 2026 bei -0,07 °C. Damit war der vergangene Winter einer der drei kältesten der vergangenen 14 Jahre, 0,10 °C unter dem Mittel der Referenzperiode 1991–2020. Es gab starke Temperaturgegensätze in Europa: West-, Süd- und Südosteuropa verzeichneten überdurchschnittliche Temperaturen, während Fennoskandien, die baltischen Staaten und Nordwestrussland kalte Bedingungen hatten. In Europa war der vergangene Winter einer der zwei kältesten der letzten 13 Jahre, 0,09 °C über dem Durchschnitt 1991–2020.
Ausserhalb Europas traten überdurchschnittlich warme Temperaturen in den Vereinigten Staaten, im Nordosten Kanadas, im Nahen Osten, in Zentralasien und in der Ostantarktis auf; unterdurchschnittliche Temperaturen herrschten hingegen in Alaska, Nordkanada, Grönland und Nordrussland.

Zwischen 60° Süd und 60° Nord lag die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur im Februar 2026 bei 20,88 °C. Das ist der zweithöchste Wert für diesen Monat, zusammen mit Februar 2025, und 0,18 °C unter dem Rekordwert vom Januar 2024. Ein bemerkenswerter Kontrast zeigte sich zwischen kalten Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und westlichen Nordatlantik und warmen Oberflächentemperaturen im subtropischen Nordatlantik. Diese Konstellation hat vermutlich die Entwicklung der Stürme begünstigt, die Europa erreichten.
In der Arktis lag die durchschnittliche Meereisausdehnung im Februar 5 % unter dem Durchschnitt, was dem drittniedrigsten Wert für diesen Monat entspricht. In der Labradorsee, in der Baffin Bay und im Ochotskischen Meer war die Meereisbedeckung unterdurchschnittlich. Überdurchschnittlich hohe Werte wurden in der Grönlandsee beobachtet, wo die Ausdehnung ein 22-Jahres-Hoch erreichte.
In der Antarktis lag die monatliche Meereisausdehnung nahe am Durchschnitt, im deutlichen Gegensatz zu den stark unterdurchschnittlichen Werten (25–33 % unter dem Durchschnitt) der vergangenen vier Jahre. Die tägliche antarktische Meereisausdehnung erreichte ihr sommerliches Minimum wahrscheinlich am 22. Februar. Dieses Minimum lag etwa in der Mitte der Spanne der vergangenen 48 Jahre – im Gegensatz zu den Rekord- oder Beinahe-Rekordtiefs der vier Vorjahre. Das niedrigste Minimum trat 2023 auf. Das Datum des diesjährigen antarktischen Sommerminimums ist vorläufig und wird später im März bestätigt.

Weite Teile West- und Südeuropas waren nasser als im Durchschnitt, während der Grossteil des restlichen Kontinents trockener war. Eine Serie sogenannter atmosphärischer Flüsse – schmale Bänder extrem feuchter Luft – zusammen mit einem nach Süden verschobenen Jetstream, der Stürme nach Südeuropa lenkte, führte zu starken bis extremen Niederschlägen in West- und Südeuropa. Dies löste weitverbreitete Überschwemmungen und Erdrutsche aus, insbesondere auf der Iberischen Halbinsel und in Westfrankreich.
Ausserhalb Europas war es in weiten Teilen Australiens, im Südosten Brasiliens, in Nordamerika und Teilen Zentralasiens nasser als im langjährigen Mittel. Trockener als üblich war es im Süden der USA und im Norden Mexikos, im äussersten Osten Chinas, in Teilen Südamerikas und im südöstlichen Afrika.
Im Winter 2025–2026 war es in grossen Teilen West- und Südeuropas nasser als im Durchschnitt der Periode 1991-2020, während Island, Schottland, Mitteleuropa, Fennoskandien und die baltischen Staaten trockener waren. Westeuropa erlebte langanhaltende Niederschläge im Januar und Februar. Von Dezember 2025 bis Februar 2026 war es in Teilen Nordamerikas, im Süden Brasiliens, im Norden Australiens und im südöstlichen Afrika nasser als im langjährigen Mittel. Trockener als üblich war es im Südosten der USA, in Zentral- und Ostasien, in weiten Teilen Südamerikas sowie in Südaustralien.
Die Schweizer Mitteltemperatur im Februar 2026 lag 3,1 °C über der Referenzperiode 1991-2020 und belegte damit den 7. Rang seit Messbeginn 1864. Die monatlichen Niederschlagsmengen im Februar 2026 waren verbreitet überdurchschnittlich. Gebietsweise betrug die gefallene Niederschlagssumme mehr als 190 % der Referenzperiode. Nur auf der Alpensüdseite blieben die Niederschläge im Februar unter dem Mittel der Referenzperiode 1991-2020.
Das schweizweite Mittel der Wintertemperatur (Dezember 2025 bis und mit Februar 2026) betrug -0,3 °C. Damit lag der Winter 2025/2026 1,6 °C über dem Referenzwert 1991–2020. Dies entspricht dem 6. Rang der wärmsten Winter seit Messbeginn 1864. Der Winter in der Schweiz brachte insgesamt unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen in den meisten Landesteilen, nur in der Genferseeregion lagen sie über dem langjährigen Mittel.
