Grosse Nässe in West- und Südeuropa
Weite Teile West- und Südeuropas waren nasser als im Durchschnitt, während der Grossteil des restlichen Kontinents trockener war. Eine Serie sogenannter atmosphärischer Flüsse – schmale Bänder extrem feuchter Luft – zusammen mit einem nach Süden verschobenen Jetstream, der Stürme nach Südeuropa lenkte, führte zu starken bis extremen Niederschlägen in West- und Südeuropa. Dies löste weitverbreitete Überschwemmungen und Erdrutsche aus, insbesondere auf der Iberischen Halbinsel und in Westfrankreich.
Ausserhalb Europas war es in weiten Teilen Australiens, im Südosten Brasiliens, in Nordamerika und Teilen Zentralasiens nasser als im langjährigen Mittel. Trockener als üblich war es im Süden der USA und im Norden Mexikos, im äussersten Osten Chinas, in Teilen Südamerikas und im südöstlichen Afrika.
Im Winter 2025–2026 war es in grossen Teilen West- und Südeuropas nasser als im Durchschnitt der Periode 1991-2020, während Island, Schottland, Mitteleuropa, Fennoskandien und die baltischen Staaten trockener waren. Westeuropa erlebte langanhaltende Niederschläge im Januar und Februar. Von Dezember 2025 bis Februar 2026 war es in Teilen Nordamerikas, im Süden Brasiliens, im Norden Australiens und im südöstlichen Afrika nasser als im langjährigen Mittel. Trockener als üblich war es im Südosten der USA, in Zentral- und Ostasien, in weiten Teilen Südamerikas sowie in Südaustralien.
Copernicus Climate Bulletin
Milder und verbreitet nasser Februar auch in der Schweiz
Die Schweizer Mitteltemperatur im Februar 2026 lag 3,1 °C über der Referenzperiode 1991-2020 und belegte damit den 7. Rang seit Messbeginn 1864. Die monatlichen Niederschlagsmengen im Februar 2026 waren verbreitet überdurchschnittlich. Gebietsweise betrug die gefallene Niederschlagssumme mehr als 190 % der Referenzperiode. Nur auf der Alpensüdseite blieben die Niederschläge im Februar unter dem Mittel der Referenzperiode 1991-2020.
Klimabulletin Februar 2026
Das schweizweite Mittel der Wintertemperatur (Dezember 2025 bis und mit Februar 2026) betrug -0,3 °C. Damit lag der Winter 2025/2026 1,6 °C über dem Referenzwert 1991–2020. Dies entspricht dem 6. Rang der wärmsten Winter seit Messbeginn 1864. Der Winter in der Schweiz brachte insgesamt unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen in den meisten Landesteilen, nur in der Genferseeregion lagen sie über dem langjährigen Mittel.
Klimabulletin Winter 2025/2026