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Es ist zurzeit überdurchschnittlich warm, Rekorde sind aber nicht in Sicht

Die Wärme, die derzeit herrscht, ist markant. So wurden in den letzten Tagen vermehrt Tageshöchsttemperaturen über der 15 Grad-Marke verzeichnet. Dies kommt zwar in der ersten Dekade des Monats März nicht sehr häufig vor, stellt aber auch nicht einen neuen Rekord dar. Die nächsten Tage bleiben zwar warm, Rekorde sind aber mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten.

Absolutes Maximum der Temperatur [°C] vom 1. bis 5. März 2026. Die bisherigen Höchsttemperaturen im März 2026 erreichten zwar in den Niederungen der Alpennordseite mit meist über 15 Grad hohe Werte. Von absoluten Rekorden kann aber nicht gesprochen werden,  denn diese liegen in den Niederungen der Alpennordseite im Bereich von 19 bis 23 Grad.
Absolutes Maximum der Temperatur [°C] vom 1. bis 5. März 2026. Die bisherigen Höchsttemperaturen im März 2026 erreichten zwar in den Niederungen der Alpennordseite mit meist über 15 Grad hohe Werte. Von absoluten Rekorden kann aber nicht gesprochen werden, denn diese liegen in den Niederungen der Alpennordseite im Bereich von 19 bis 23 Grad. (MeteoSchweiz)
Auch heute wird auf der Alpennordseite - wie die obige Abbildung mit 14 bis 17 Grad zeigt - kein neuer Rekord aufgestellt. Und man kann es vorwegnehmen: Auch in den nächsten Tagen sind keine neuen Höchstwerte in Sicht.
Auch heute wird auf der Alpennordseite - wie die obige Abbildung mit 14 bis 17 Grad zeigt - kein neuer Rekord aufgestellt. Und man kann es vorwegnehmen: Auch in den nächsten Tagen sind keine neuen Höchstwerte in Sicht. (MeteoSchweiz)

Die höchste Temperatur in der ersten Märzdekade stammt nördlich der Alpen vielerorts aus einer weit zurückliegenden Zeit - nämlich aus dem Jahr 1920

Der absolute Rekord für die Niederungen der Alpennordseite liegt im Bereich zwischen 19 und 23 Grad. Für die Stationen Zürich, Bern und Genf muss man sehr weit zurückblättern, um den absoluten Wärmerekord in der ersten Dekade des Monats März zu finden. Es handelt sich für Zürich und Bern um den 5. März 1920 und für Genf um den 6. März 1920. Damals wurden in Zürich 19.0 Grad, in Bern 20.5 Grad und in Genf 20.0 Grad gemessen. Es sind dies - damit überhaupt einen Vergleich möglich ist - homogene Werte, das heisst die Originalwerte wurden auf den heutigen Standort und heutige Messbedingungen umgerechnet. In Basel wurde der bisherige Rekord in der ersten Märzdekade am 4. März 1998 mit 22.5 Grad erreicht.

Wetterlage am 5. März 1920. Auf der linken Graphik ist das Geopotential auf 500 hPa [gpm] dargestellt. Der weisse Pfeil zeigt die Südwestströmung, mit welcher am Rand eines markanten Höhenrückens sehr milde Luft in den Alpenraum geführt wurde. Die rechte Graphik zeigt die Temperaturabweichung [K] von der Norm der Zeitperiode 1990-2010 auf 850 hPa (ca. 1500 m. ü. M.).  Am 5. März 1920 betrug die Temperaturabweichung [K] auf der Alpennordseite also rund 11 bis 12 K, was als sehr extrem bezeichnet werden muss. Die an einigen Stationen für die erste Märzdekade auch heute noch gültigen Rekordtemperaturen werden dadurch verständlich.
Wetterlage am 5. März 1920. Auf der linken Graphik ist das Geopotential auf 500 hPa [gpm] dargestellt. Der weisse Pfeil zeigt die Südwestströmung, mit welcher am Rand eines markanten Höhenrückens sehr milde Luft in den Alpenraum geführt wurde. Die rechte Graphik zeigt die Temperaturabweichung [K] von der Norm der Zeitperiode 1990-2010 auf 850 hPa (ca. 1500 m. ü. M.). Am 5. März 1920 betrug die Temperaturabweichung [K] auf der Alpennordseite also rund 11 bis 12 K, was als sehr extrem bezeichnet werden muss. Die an einigen Stationen für die erste Märzdekade auch heute noch gültigen Rekordtemperaturen werden dadurch verständlich. (The NCEP/NCAR Reanalysis Project at the NOAA Physical Sciences Laboratory. Webseite: https://www.psl.noaa.gov/data/reanalysis)

Es ist schon seit über 10 Tagen trocken, ausserordentlich ist auch dies für den Frühling nicht

Es ist auf der Alpennordseite seit dem 24. Februar trocken. Heute ist damit der 11. Tag ohne Niederschlag. In den Frühlingsmonaten März, April und Mai ist beispielsweise in Zürich durchschnittlich jedes zweite oder dritte Jahr mit einer niederschlagsfreien Periode zu rechnen, die länger als 10 Tage dauert. Es gab in Zürich aber schon niederschlagsfreie Perioden, welche länger als 20 Tage andauerten.

Längste Periode aufeinanderfolgender Tage ohne Niederschlag während der Frühlingsmonate (März bis Mai) für jedes Jahr im Zeitraum 1901–2025. Die aktuelle trockene Phase dauert seit 11 Tagen an, dies ist, wie man der Graphik entnehmen kann, nicht aussergewöhnlich und kommt im Schnitt etwa alle 2 bis 3 Jahre vor.
Längste Periode aufeinanderfolgender Tage ohne Niederschlag während der Frühlingsmonate (März bis Mai) für jedes Jahr im Zeitraum 1901–2025. Die aktuelle trockene Phase dauert seit 11 Tagen an, dies ist, wie man der Graphik entnehmen kann, nicht aussergewöhnlich und kommt im Schnitt etwa alle 2 bis 3 Jahre vor. (MeteoSchweiz)