Jedes Jahr wird am 23. März der Welttag der Meteorologie begangen, dieses Jahr unter dem Motto «Heute beobachten, morgen schützen». Der Tag geht zurück auf den 23. März 1950, als die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet wurde (mehr dazu in der Infobox).
In diesem Jahr geht es am Welttag der Meteorologie um Wetter- und Klimabeobachtungen sowie um den damit verbundenen Schutz von Umwelt und Gesellschaft. Das diesjährige Motto soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, unser Wetter grenzüberschreitend zu beobachten. Mit den steigenden Temperaturen und dem damit verbundenen fortschreitenden Klimawandel werden Wetterbeobachtungen und internationale Zusammenarbeit immer wichtiger.
Warum sind weltweite Wetterbeobachtungen wichtig?
Ohne die kontinuierliche Beobachtung des Wetters und dessen Entwicklung können keine Prognosen erstellt werden, und ohne diese sind keine Wetterwarnungen möglich. Dafür müssen die weltweiten nationalen Wetterdienste zusammenarbeiten, und ihre Wetterdaten und Informationen verlässlich miteinander teilen.
Viele wirtschaftliche Entscheidungen, Investitionen in die Infrastruktur, Planungen im Gesundheits-, Wasser- und Energiemanagement und Anpassungen von weltweiten Lieferketten hängen von globalen Wetterbeobachtungs- und Vorhersagedaten ab. Wetterbeobachtungen bilden damit die Grundlage für Wettervorhersage und Klimadienstleistungen, die solche Entscheide unterstützen können.
Wettervorhersage: Messungen werden benutzt, um Vorhersagemodelle anzutreiben, zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Mit Hilfe von Modellvorhersagen können Wetterdienste extreme Wettersituationen frühzeitig erkennen und vor drohenden Naturgefahren warnen.
Klimadienstleistungen: Für die Erfassung langfristiger Trends sind kontinuierliche und qualitativ hochstehende Wetterbeobachtungen über viele Jahrzehnte unabdingbar. Ebenso sind Wetterbeobachtungen wichtig, um Extremereignisse zu analysieren und in einen historischen Kontext einzuordnen. Wetterbeobachtungen dienen auch dazu, Klimamodelle zu kalibrieren und weiterzuentwickeln, und so verlässliche Klimaszenarien für die Zukunft zu erstellen.
Die Bedeutung von Wetterbeobachtungen nimmt zu, da es mit dem fortschreitenden Klimawandel immer häufiger zu Extremwetter kommt und die Gefahren, die damit einhergehen, steigen. Beispiele dafür sind extreme Hitze, die zur Belastung der Bevölkerung und zu mehr Hitzetoten führen kann und heftigere Starkniederschläge, die beispielsweise zu Überflutungen und Murgängen führen können.