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Die Hochdruckperiode, die seit Ende Februar vorherrschte, geht diese Woche mit einem letzten Aufbäumen allmählich zu Ende. Eine erste, mässig aktive Kaltfront erreicht uns in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Danach folgen zwei Tage mit Zwischenhocheinfluss, der uns nochmals ziemlich sonniges, trockenes und mildes Wetter beschert. Insbesondere der Freitag wird nochmals frühlingshaft mild. Mit auffrischendem Südwestwind und viel Sonnenschein dürften verbreitet um 16, lokal um 18 Grad erreicht werden. Letzteres vor allem im Baselbiet oder in Föhntälern.

Auf Samstag lenkt ein Tiefdruckgebiet über dem Nordmeer eine Kaltfront aus Westen zur Alpennordseite. Die Temperatur geht im Norden deutlich zurück. Das Vorankommen der Kaltluft in die Alpen wird allerdings durch die Bildung eines Tiefdruckgebietes über dem Golf du Lion gebremst. Wie genau die Druckzentren über Mitteleuropa zu liegen kommen, unterliegt derzeit noch einigen Unsicherheiten. Entsprechend sind auch der Verlauf der Temperatur, die Höhe der Schneefallgrenze, die Windverhältnisse und die Niederschlagsmengen noch nicht in Stein gemeisselt.

Vorhersage der Lufttemperatur auf ca. 1500 m ü.M. (farbige Flächen), des Bodendrucks (schwarze Linien) und der Niederschlagszonen (grau-schwarz schattiert) vom Mittwoch, 11. März, bis Montag, 16. März 2026.
Vorhersage der Lufttemperatur auf ca. 1500 m ü.M. (farbige Flächen), des Bodendrucks (schwarze Linien) und der Niederschlagszonen (grau-schwarz schattiert) vom Mittwoch, 11. März, bis Montag, 16. März 2026. (Quelle: ECMWF/MeteoSchweiz)

Die Konstellation der Druckgebiete dürfte am Samstag dazu führen, dass sich über dem Alpenraum eine Gegenstromlage aufbaut. In der Höhe dominieren südliche Winde, während in den tiefen Schichten die (Kalt-)Luft aus Norden an die Alpen strömt. Das Maximum der Niederschläge liegt am Alpensüdhang. Am Alpennordhang fallen sie deutlich geringer aus. Dennoch könnte mit ausreichend kalter Luft und genügend hoher Niederschlagsintensität die sogenannte Niederschlagsabkühlung in den Alpentälern dazu führen, dass die Schneefallgrenze deutlich tiefer sinkt, als dies anhand der Luftmasse zu erwarten wäre. Aktuell scheinen die erwarteten Niederschlagsmengen und -intensitäten jedoch kaum auszureichen, um die Schneefallgrenze in tiefste Lagen sinken zu lassen.

Prognose der Höhe der Schneefallgrenze (oben) und der 1-stündigen Niederschlagsmengen an ausgewählten Stationen zwischen Freitag, 13. März und Sonntag, 15. März 2026. Die Niederschlagsmengen und -intensitäten scheint nicht auszureichen, um die Schneefallgrenze bis in die Tallage sinken zu lassen. Ausnahme könnte das Oberhasli sein. Dort könnte es am Samstag für etwas Neuschnee in Tallage reichen.
Prognose der Höhe der Schneefallgrenze (oben) und der 1-stündigen Niederschlagsmengen an ausgewählten Stationen zwischen Freitag, 13. März und Sonntag, 15. März 2026. Die Niederschlagsmengen und -intensitäten scheint nicht auszureichen, um die Schneefallgrenze bis in die Tallage sinken zu lassen. Ausnahme könnte das Oberhasli sein. Dort könnte es am Samstag für etwas Neuschnee in Tallage reichen. (Quelle: MeteoSchweiz)

Im gleichen Atemzug muss erwähnt werden, dass die Niederschlagsmengen aus den oben erwähnten Gründen noch unsicher sind. Die Abbildung unten zeigt die Neuschneemenge für den Samstag. Kaum ein Szenario sieht eine Schneefallgrenze, die bis in die Niederungen sinkt. Aber wie unschwer zu erkennen ist, variieren die Mengen von Szenario zu Szenario teils stark.

24-stündige Neuschneemenge für den Samstag, 14. März 2026, gemäss den 21 verschiedenen Szenarien von ICON-CH2-EPS. Die Neuschneemengen variieren von Szenario zu Szenario teils stark.
24-stündige Neuschneemenge für den Samstag, 14. März 2026, gemäss den 21 verschiedenen Szenarien von ICON-CH2-EPS. Die Neuschneemengen variieren von Szenario zu Szenario teils stark. (Quelle: MeteoSchweiz)

Die Abkühlung sowie Neuschnee sind für Mitte März alles andere als ungewöhnlich. Vielmehr kommt die Temperatur wieder auf ein für die Jahreszeit übliches Niveau zu liegen. Da die Vegetation schon recht weit fortgeschritten ist, muss in den nächsten Tagen auf Frostgefahr geachtet werden.