Um die Schweiz anhand von Luftbildern systematisch zu vermessen, gründete das Bundesamt für Landestopografie swisstopo 1926 einen eigenen Flugdienst. Dieser hat einen klar definierten, gesetzlichen Auftrag: Er koordiniert sämtliche Befliegungsaufträge und erfasst die Schweiz systematisch aus der Luft, um Geodaten für Verwaltung, Forschung und Sicherheit bereitzustellen.
Auch wenn sich in den vergangenen 100 Jahren einiges verändert hat, ist etwas gleichgeblieben: Für hochwertige Luftbilder braucht es ausgeklügelte Luftbildkameras, auf Vermessungszwecke spezialisierte Flugzeuge, eine gut eingespielte Besatzung aber auch geeignete Wetterbedingungen.
Für die Aufnahme von makellosen Luftbildern braucht es perfektes Wetter zur rechten Jahreszeit. Dabei müssen insbesondere folgende Bedingungen erfüllt sein:


Die grösste Wahrscheinlichkeit, dass all diese Bedingungen erfüllt sind, besteht während einer stabilen, trockenen Hochdrucklage. Da gleichzeitig auch der Sonnenstand hoch genug sein muss, eignet sich für Flüge nur das Sommerhalbjahr von März bis Oktober. Auch hier gibt es allerdings Einschränkungen: Denn selbst bei Hochdrucklagen bilden sich im Hochsommer – besonders über den Bergen – im Tagesverlauf oft Quellwolken. Dies engt das Zeitfenster manchmal auf wenige Stunden am Vormittag ein: Am Morgen steht die Sonne noch zu tief und ab Mittag besteht bereits die Gefahr von Quellwolken. Es ist also gar nicht so einfach, geeignete Bedingungen für einen Flug vorzufinden.