Zusätzlich verlor der grönländische Eisschild 139 Milliarden Tonnen Eis – das entspricht etwa dem 1,5‑fachen des gesamten Eisvolumens aller Gletscher in den europäischen Alpen. Dieser Eisverlust trägt zum Anstieg des globalen Meeresspiegels bei: Jeder zusätzliche Zentimeter setzt weltweit rund 6 Millionen Menschen einem erhöhten Risiko von Küstenüberschwemmungen aus.
Der Klimawandel beeinträchtigt Mensch und Natur zunehmend
2025 war zudem geprägt von schweren Waldbränden und niedrigen Wasserständen in vielen Flüssen. Stürme und Überschwemmungen betrafen Tausende Menschen in ganz Europa, auch wenn extreme Niederschläge und Überschwemmungen weniger verbreitet waren als in den vergangenen Jahren.
«Der Bericht über Europas Klimazustand 2025 zeichnet ein deutliches Bild», so Samantha Burgess, Strategische Leiterin für Klima beim ECMWF. «Das Tempo des Klimawandels erfordert dringendere Massnahmen. Angesichts steigender Temperaturen sowie weit verbreiteter Waldbrände und Dürren sind die Beweise eindeutig: Der Klimawandel ist keine zukünftige Bedrohung, sondern unsere gegenwärtige Realität.»
Wie entwickelt sich das Klima in der Schweiz?
Die Temperatur in der Schweiz ist seit der vorindustriellen Referenzperiode 1871-1900 im Mittel um 3,0 °C angestiegen, gut doppelt so stark wie im globalen Mittel. 2025 lag das landesweite Mittel der Jahrestemperatur bei 7,0 °C und damit 1,2 °C über der Referenzperiode 1991–2020. Das entspricht dem 4. Rang seit Messbeginn 1864 (Abb. 3), hinter den Vorjahren 2022-2024, die die Ränge 1-3 belegen.