Mit den milden Temperaturen ab Mitte Februar, die bis zum 25. März angedauert haben, setzte sich die frühe Vegetationsentwicklung im März 2026 fort. Wie sich schon im Februar angedeutet hatte, blühte die Hasel in Lagen unterhalb 600m im vorläufigen schweizweiten Mittel über eine Woche verfrüht. Auch in Lagen oberhalb 1000m ist, nach vorläufigen Daten, eine deutliche Verfrühung sichtbar.
Die ersten blumenartigen Frühlingsanzeiger, der Huflattich (Abbildung 1) und das Buschwindröschen, zeigten sich im Flachland fast überall früher bis sehr viel früher als im langjährigen Mittel. Bisher liegen Daten von circa einem Drittel aller phänologischen Stationen vor, diese vor allem aus dem Flachland. An allen Stationen zeigt sich ein deutlich verfrühter Blühbeginn, so dass die vorläufigen Daten des schweizweiten Mittels ein realistisches Bild geben sollten (Tabelle 1 und Abbildungen 2 und 3).

Schweizweit begann die Blüte des Huflattichs demnach am 5. März, 15 Tage früher als im langjährigen Mittel 1991-2020. Im westlichen Jura blühte der Huflattich bereits sehr früh, beispielsweise an den Stationen Bellelay und Enges am 25. Februar bzw. 26. Februar, 36 bzw. 27 Tage früher als im langjährigen Mittel. Auch die Stationen Domat/Ems und Sargans II in Graubünden melden einen deutlich verfrühten Blühbeginn bereits um den 11. Februar, 35 bzw. 31 Tage früher. Im nordöstlichen Mittelland blühte der Huflattich verbreitet Anfang März und damit 10-20 Tage früher als im langjährigen Mittel.


Ein ähnliches Bild zeigt sich für das Buschwindröschen. Schweizweit blühte das Buschwindröschen nach vorläufigen Daten knapp drei Wochen früher als im langjährigen Mittel bereits um den 14. März. Besonders früh zeigte es sich im Mittelland, viele Stationen melden die Blüte bereits Anfang März. Auch in den Alpen, beispielsweise in Näfels, Linthal und Elm, blühte das Buschwindröschen sehr früh bereits am 4., 10., bzw. 13. März, was 25, 27, bzw. 26 Tage früher als im langjährigen Mittel liegt. Die frühestens Meldungen gingen aus der Region westlicher Alpennordhang ein, mit der Blüte des Buschwindröschens in La Valsainte bereits am 8. März, 37 Tage früher, und in Leysin am 9. März, 38 Tage früher als im langjährigen Mittel 1991-2020.

Ein weiterer Frühlingsanzeiger, der jedoch nicht systematisch phänologisch erfasst wird, ist der Bärlauch. In den Wäldern rund um Zürich konnten erste Blätter bereits Ende Februar gesichtet werden. Anfang und Mitte März zeigten sich Wälder mit einem üppig grünen Bärlauch-Teppich (Abbildung 4).
