Die Patrouille des Glaciers (PdG) ist ein internationaler Skihochtouren-Wettkampf, der alle zwei Jahre von der Schweizer Armee organisiert wird und für Dreierteams, sowohl militärische als auch zivile, offen ist. Die Strecke führt von Zermatt nach Verbier (für die grosse Strecke) oder von Arolla nach Verbier (für die kleine Strecke). Der höchste Punkt der Strecke liegt auf der Tête Blanche auf 3650 m (Abbildung 1).

Nach wochenlanger Vorbereitung sind die Verpflegungsposten eingerichtet, die Strecke ist gesichert und alle warten auf den Start.
MeteoSchweiz beteiligt sich an der Veranstaltung, indem sie vor, während und nach den Rennen täglich Wettervorhersagen bereitstellt. Die Wetterbedingungen in grosser Höhe können sich sehr schnell ändern. Es ist wichtig, ihre Entwicklung möglichst genau vorherzusagen, um die Sicherheit der Teilnehmenden und Organisatoren zu gewährleisten. Zu diesem Zweck stellt MeteoSchweiz vom 1. April bis zum 1. Mai 2026 Wetterprognosen zur Verfügung.

Seit dem 8. April sind zwei Meteorologen aus dem Prognosezentrum in Genf in Sion, um möglichst nahe am Entscheidungszentrum der Armee zu sein. Dies ermöglicht einen direkten Kontakt mit den Organisatoren und hilft, dass deren Erwartungen bestmöglich erfüllt werden können. Sie stehen zudem in ständigem Kontakt mit dem Vorhersagezentrum der MeteoSchweiz in Genf, falls Unterstützung für die Wetterprognosen notwendig sein sollte.

Für die Rennen von Mittwoch auf Donnerstag gehen unsere Kolleginnen und Kollegen in Sion davon aus, dass sich die Quellwolken zu Beginn der Nacht auflösen und die Nacht danach mehrheitlich klar ist, allerdings ziehen zeitweise hohe Wolkenschleier durch. Gegen Ende der Nacht bilden sich im Raum Verbier zudem tiefe Wolken mit einer Obergrenze um 2200 Meter. Die Schneeverhältnisse für die nächtliche Verfestigung (Gefrieren) werden aufgrund der hohen Wolkenschleier nicht ganz optimal sein.
Für Donnerstag werden am Morgen tiefe Wolken im Raum Verbier erwartet, mit einer Obergrenze um 2200 Meter. Zwischen 1800 und 2200 Meter besteht dort ein Risiko für Nebel, während es andernorts sonnig ist. Am Nachmittag werden in den Bergen einige Quellwolken erwartet. Die Nullgradgrenze liegt bei etwa 3000 Meter und der Wind weht schwach aus Nordwest.
Die zweite Rennserie sollte in der Nacht von Freitag auf Samstag stattfinden. Für Freitag wird ein sonniger Vormittag erwartet, am Nachmittag bilden sich über den Bergen Quellwolken. Die Nullgradgrenze liegt bei etwa 3000 Meter, der Wind ist generell schwach.
Am Samstag ist es insgesamt meist sonnig, mit erneut einigen Quellwolken am Nachmittag über den Bergen. Die Nullgradgrenze liegt weiterhin bei etwa 3000 Meter, der Wind ist schwach bis mässig aus West.

