Die meteorologischen Herausforderungen entlang der Strecke
Weil das Rennen am Alpenhauptkamm stattfindet, ist die Windsituation äusserst komplex. Der vorherrschende Wind ist auf der Strecke nicht nur sehr unterschiedlich, sondern ändert sich im Laufe des Rennes unter Umständen ständig.
Die Regionen um Zermatt und Arolla weisen oft ähnliche Bedingungen auf, wie sie auch für das Zentralwallis typisch sind. Sie sind durch den Walliser Alpenhauptkamm vor Südwind geschützt und erfahren teilweise die abtrocknende Wirkung des Föhns. Bei einer nördlichen Strömung (Nordwest bis Nordost) sind diese Gebiete relativ gut geschützt.
Der Abschnitt rund um die Tête Blanche liegt hingegen direkt auf dem Alpenhauptkamm und ist daher sehr exponiert. Dies gilt insbesondere bei Südwind, der dort sehr stark sein kann, und bei Staulagen von dichter Bewölkung sowie teils ergiebigen Niederschlägen begleitet ist, ganz zu schweigen von den eisigen Temperaturen, die auf dieser Höhe vorherrschen können.
Das Teilstück, das die Abfahrt Richtung Verbier umfasst, ist dagegen eher nach Westen ausgerichtet. Windströmungen aus Südwest bis Nordwest können in dieser Region problematisch sein und teils starke Regen- oder Schneefälle sowie heftige Winde mit sich bringen.
Es sind daher im Allgemeinen Wetterlagen mit West- bis Südströmungen, die der Organisation der Patrouille des Glaciers Probleme bereiten. Dies war beispielsweise im Jahr 2012 der Fall, als anhaltend tiefdruckbestimmtes Wetter sowohl die Vorbereitung als auch den Ablauf der Patrouille störten. Wie die linke Karte unten zeigt, verursachte ein Tief über England am 18. April eine feuchte Südwestströmung über der Schweiz. In den Walliser Alpen führte dies zu Nebel, Schneefall und zeitweise starkem Wind, was die Vorbereitungen des Rennens erheblich beeinträchtigte.