So kann man sich vorbereiten
Was soll man tun, wenn eine Prognose besorgniserregend ist, aber gleichzeitig mit grosser Unsicherheit behaftet bleibt? In einem solchen Fall sollte man sogenannte „Massnahmen mit geringem Bedauernsrisiko“ priorisieren. Damit sind kostengünstige Massnahmen gemeint, die sich leicht rückgängig machen lassen, falls sich die Prognose ändert, und die helfen, grössere Schäden zu vermeiden. Beispielsweise kann man bei Hagelgefahr problemlos Gartenmöbel wegräumen. Dagegen wäre bei der aktuellen Situation der überstürzte Kauf eines teuren Bewässerungssystems eine Massnahme mit sehr hohem Bedauernsrisiko.
Im Fall einer frühzeitigen Trockenheitwarnung haben die kommunalen und kantonalen Behörden die Möglichkeit, Überwachungsgruppen zu aktivieren, die vorgesehenen Protokolle zu überprüfen und mit einer proaktiven Bewältigung der Situation zu beginnen, indem die betroffenen Akteure einbezogen werden. Landwirte, die über Bewässerungssysteme verfügen, können ihre Anlagen kontrollieren, mögliche Defekte oder Lecks reparieren und festlegen, welche Kulturen im Falle einer schweren Dürre prioritär bewässert werden sollen.
Privatpersonen können ihren Wasserverbrauch freiwillig reduzieren, indem sie wasserintensive Tätigkeiten vermeiden, die sich problemlos um mehrere Monate verschieben lassen – etwa das Reinigen von Flächen, Fassaden, Dächern oder Fahrzeugen mit grossen Wassermengen.
Falls Bewässerung notwendig (und erlaubt) ist, ist sie ausserhalb der heissen Tageszeiten effizienter und verbraucht weniger Wasser – zum Beispiel zwischen 21 Uhr abends und 9 Uhr morgens. Bei Rasenflächen sind gründliche Bewässerungen mit mindestens einer Woche Abstand wirksamer als kurze tägliche Wassergaben, da das Wasser so tiefer in den Boden eindringen kann und das Wurzelwachstum gefördert wird, was die Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit erhöht. Und wenn Sie sich seit zwei Wochen noch nicht um einen tropfenden Wasserhahn oder eine undichte Toilette gekümmert haben, können Sie durch eine Reparatur jetzt Geld sparen und gleichzeitig die Ressourcen schonen!
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