Wie entsteht eine Omegalage
Normalerweise liegt in höheren Atmosphärenschichten hoher Luftdruck in niederen Breiten, während in den Polarregionen sich tiefer Druck befindet. Dazwischen verläuft ein mehr oder weniger breites Band mit westlichen Winden.
Hie und da beginnt dieses Band zu mäandrieren, dabei entstehen die sogenannten Höhentröge und -rücken. Diese Gebilde entstehen vereinfacht gesagt durch Warmluftadvektion aus Süden und Kaltluftadvektion aus Norden. In Gebieten mit Warmluftadvektion beginnt sich in der Höhe ein Rücken auszubilden. Dies, weil warme Luft eine geringere Luftdeichte hat und deshalb der Druck mit der Höhe nur langsam abnimmt. In Gebieten mit Kaltluftadvektion bilden sich sogenannte Höhentröge, weil kalte Luft eine hohe Dichte aufweist, was den Luftdruck mit zunehmender Höhe rascher absinken lässt als in Gebieten mit wärmerer Luft.
In seltenen Fällen geht dieser Prozess so weit, dass sich ein Höhenrücken allmählich von der ausgedehnten Hochdruckzone über den niederen Breiten abschnürt und sich als eigenständiges Höhenhoch in recht hohen Breiten, zum Beispiel über Nordeuropa, manifestiert. Häufig schnüren sich dann gleichzeitig auch die Tiefdrucktröge von der verbreiteten Tiefdruckzone über der Polarregion ab und leben ebenfalls als eigenständige Gebilde weiter südlich fort. Das Höhendruckfeld mit dem abgeschnürten Hoch gleicht dann, wie oben bereits beschrieben, dem griechischen Buchstaben Omega.