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Da am kommenden Sonntag Muttertag ist, vergleichen wir im heutigen Blog Wettererscheinungen mit dem gefühlten Familienwetter zu Hause. Da die Autorin dieses Blogs selbst Mutter von zwei wundervollen Kindern im Vorschulalter ist und zusätzlich auch eine eigene liebevolle Mutter hat, weiss sie bestens über die üblichen Familien-Wetterlagen im Alltag mit Kindern Bescheid und erlaubt sich diesen etwas humoristischen Blog. (Und natürlich sind auch die Papis von diesen Wettererscheinungen nicht ausgenommen, aber es soll ja ein Muttertags-Blog werden. 😊)

Sonnenschein

Als Mutter startet man den Tag, wenn immer möglich als Sonnenschein. Fröhlich strahlen wir am Morgen unsere Liebsten an, geben ihnen mit unseren Sonnenstrahlen und Umarmungen Wärme und hoffen inbrünstig, dass die Stimmung nicht schon in den ersten paar Minuten kippt und die ersten Wolken am Horizont aufziehen. Das kann durchaus schnell passieren, zum Beispiel, weil bei 4 Grad am Morgen noch kein T-Shirt- und kurze Hosenwetter ist. Oder man für die Waldspielgruppe nicht den neuen schicken Anzug, den man extra für die Hochzeit von Freunden in ein paar Wochen gekauft hat, anziehen kann.

Auch der diesjährige Muttertag sollte besonders in der Ostschweiz noch mit etwas Sonnenschein starten, bevor dann aus Westen und Süden vermehrt dichtere Wolkenfelder aufziehen. 

Sonnige Frühmorgenstimmung am Flughafen Zürich-Kloten.
Sonnige Frühmorgenstimmung am Flughafen Zürich-Kloten. Ruhig, wärmend und heiter wecken die ersten Sonnenstrahlen die Natur. (Foto: A. Hostettler)

Regen

Natürlich sind wir Mütter auch manchmal traurig und unsere Stimmung kann entsprechend einem Regentag trüb und bedrückt mit ein paar Tränen sein. Nun, das gab es schon immer, schon vor dem Muttersein. Aber hätten wir je gedacht, dass dies mit den Sorgen unserer Kinder eine ganz neue Dimension annehmen kann?

Auch aus erwachsener Sicht nicht so schlimme Dinge, wie etwa der Verlust eines Lieblings-Plüschtiers, das man ja für wenig Geld wieder ersetzen könnte, kann grosse Trauer bei unseren Kleinen auslösen. Solche Trauermomente treffen uns Mamis teils Mitten ins Herz, so dass es auch uns zu Tränen rühren kann.

Auch Probleme und Enttäuschungen mit Freunden unserer Kinder, Misserfolge oder später dann vielleicht der erste grosse Liebeskummer durchleben wir zusammen mit unseren Sprösslingen. Auch wenn man selbst nicht direkt betroffen ist, können Tränen der Kinder bei ihren Müttern Dämme brechen lassen.

Und so hat mir meine Mutter mal gesagt: «Nichts auf der Welt macht mich trauriger, als dich so traurig zu sehen!» Und nun verstehe ich was damit gemeint war…

Ich hoffe natürlich, das Muttertags Wetter wird nicht ganz so traurig und emotional wie im letzten Abschnitt beschrieben. Aber dennoch dürfte es in den westlichen und südlichen Landesteilen bereits am Vormittag mehrheitlich bewölkt sein und die Schauerneigung sollte im Laufe des Vormittags deutlich zunehmen.

Kräftiger Regenguss auf dem Winterthurer Bäumli
Kräftiger Regenguss auf dem Winterthurer Bäumli. Nicht nur eine Mutter, sondern auch der Himmel kann mal weinen. (Foto: A. Hostettler)

Gewitter

Es ist wieder mal so weit und ein Gewitter liegt in der Luft. Während dem Kochen wird im Wohnzimmer lautstark gestritten und gezankt. Natürlich geht es dabei um ein Spielzeug, das seit Wochen unberührt in einer Ecke lag.

Die Spannung in der Luft nimmt allmählich zu. «Ihr könnt euch doch abwechseln?» ein Versuch die Wogen zu Glätten – erfolglos – die Spannung nimmt weiter zu, beide Kinder Klagen ihr Leid und warum sie den grösseren Anspruch auf das Objekt der Begierde haben. «Möchtest du nicht lieber mit deinem neuen Dinosaurier spielen?»…die Atmosphäre beginnt zu knistern. «Du bist doch schon gross, du könntest mir erzählen, was ihr heute im Kindergarten gemacht habt?»…noch ein Versuch die Harmonie wieder herzustellen.

Fehlanzeige, der Streit im Wohnzimmer eskaliert weiter und gleichzeitig kocht die Rahmsauce für die Nudeln in der Küche über…und dann passiert es: Ein heller Blitz (der Geduldsfaden ist gerissen) und aus Sicht der Kinder kommt aus völlig heiterem Himmel ein heilloses Donnerwetter. Das umstrittene Spielzeug wird unter lautem Schimpfen aller Beteiligten auf dem nächsten Schrank deponiert, die Kinder werden unter Protest in getrennte Räume geschickt und das Mittagessen muss verschoben werden, da nun zuerst mal der Herd geputzt werden muss.

Ja wir Mütter können auch ein Donnerwetter bringen und wie auch beim Wetter kann der Übergang vom Sonnenschein zum Gewitter plötzlich und unerwartet auftreten. (Ich hoffe, das ist nicht nur bei mir so…😊)

Auch am Muttertag ist dieses Jahr insbesondere am Nachmittag auf der Alpennordseite mit Gewittern zu rechnen. Die zentralen und östlichen Regionen weisen das höchste Gewitterrisiko auf, da dort die Sonne am Vormittag nochmals für Einstrahlung und somit für gute Gewitterbedingungen sorgt.

Blitzeinschlag in den Bodensee bei Arbon.
Blitzeinschlag in den Bodensee bei Arbon. Der Geduldsfaden leuchtet kurz auf bevor er zerreisst... (Foto: A. Hostettler)

Hagel

Und wenn wir schon bei den Gewittern sind, dann besprechen wir doch gleich noch das Phänomen «Hagel». Denn auch für Hagelschlag kann eine Mutter sorgen. Und darunter müssen dann oft auch unsere lieben Männer leiden. Denn wenn man den ganzen Tag nur den Kindern nachgeräumt, Streits geschlichtet, Bücher vorgelesen, Zugschienen verlegt und diverse Zmorgen-, Znüni-, Zmittag-, Zvieriwünsche erfüllt hat, dann bleibt so einiges, was man sich für einen Tag vorgenommen hat, liegen. Und dann kommt endlich die rettende Erlösung von der Arbeit nach Hause und man bekommt Unterstützung im Abarbeiten der To-Do Liste… Wer kennt es nicht: Noch bevor der Partner «Hallo» sagen, oder seine Schuhe ausziehen kann, teilt man ihm völlig empathielos und voller Tatendrang mit, was «MER» in den nächsten Stunden noch alles zu erledigen hat.

«Es haglät wieder mal Ufträg!» Bekomme ich dann lachend zur Antwort, was mich sofort zum Schmunzeln bringt und mich wieder erdet. Und dann werden natürlich erstmals die Kinder richtig und ausgiebig begrüsst!

Und an dieser Stelle mal: Liebe Partner, dieser Hagel, aus für euch wahrlich heiterem Himmel, tut uns Müttern aufrichtig leid! Aber manchmal sehen wir in unserem ganzen ToDo-Nebel kaum mehr ein Licht und so ergreifen wir hoffnungsvoll jede Hilfe, die wir kriegen können.

Ob es am diesjährigen Muttertag vereinzelt zu Hagel kommt, ist durchaus möglich. In kräftigeren Gewitterzellen ist Hagel nichts Aussergewöhnliches.

Hagel im Alviergebiet
Hagel im Alviergebiet. Tausende von kleinen Aufträgen hagelten hier nieder... (Foto: D. Gerstgrasser)

Sturm

Eine weitere – für Familien sehr berüchtigte – Wettererscheinung ist der Sturm, der durch das Haus fegt. Typischerweise tritt dieses Phänomen im Zusammenhang mit hohem Zeitdruck auf. Zum Beispiel eine Stunde bevor Besuch kommt, wenn noch ein riesiges Chaos herrscht, überall Spielsachen am Boden verteilt sind, die Kinder noch immer im Pyjama ein Spiel nach dem anderen aus der Schublade ziehen (natürlich ohne das vorherige Spiel wieder zu versorgen) und niemand den Anschein erweckt, dass man in die Gänge kommen und Vorbereitungen treffen könnte.

Dann rauscht der Mutter-Wirbelwind durchs Haus: Plan- und ziellos wird da und dort etwas aufgeräumt, noch völlig überflüssigerweise kurz im Eingangsbereich Staub gesaugt, ein Apéro vorbereitet, der Partner aufgescheucht (und schon wieder mit Aufträgen überschüttet) und die Kinder vor sich her und zu Höchstleistungen beim selbständigen Anziehen angetrieben. Gleichzeitig werden noch 2 Hosen und 3 Shirts aussortiert und ein Kinderstuhl aus dem Estrich ausgegraben, den man dann für den Besuch benötigt.

Wenn der Mami-Sturm vorüber ist, kehrt wieder Ruhe ein und die Familie kann wieder aus ihren Verstecken kriechen. Das ist dann, wenn die Mutter zwei Minuten bevor es an der Haustüre läutet, im Badezimmer verschwindet, um endlich sich selbst noch bereit zu machen. 

Sturm ist auch am nächsten Sonntag zu erwarten. Der zunächst vorherrschende mässige Föhn in den Alpen sollte keine Sturmstärke erreichen. Dafür können die Gewitterzellen am Nachmittag und Abend durchaus gebietsweise vorübergehend für Sturmböen sorgen.

Sturm am Zugersee mit spritzenden Wellen.
Sturm am Zugersee. Selbst das Wasser wird von der Mutter aufgescheucht und aufgewirbelt. (Foto: A. Hostettler)

Und damit wünschen wir allen einen wunderschönen Muttertag mit abwechslungsreichem In- und Outdoor-Wetter!

Über das aktuelle Wetter, welches draussen stattfindet, halten wir Sie hier mit unserem Wetterbericht auf dem Laufenden. Für das Indoor-Wetter wagen wir leider keine Prognose. ;)