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Aktuelle Wetterlage

Ein umfangreiches Hochdruckgebiet erstreckt sich vom Mittelmeer über den Alpenraum bis zur Nordsee. Dabei erreichten uns subtropische Luftmassen, die mit dem beständigen Hoch weiter erwärmt wurden. Das Hoch wird voraussichtlich bis mindestens am Wochenende vom 27./28. Juni 2026 wetterbestimmend bleiben. Aus diesem Grund wurde ab Donnerstag, 18. Juni, für die Niederungen der gesamten Schweiz eine Hitzewarnung der Stufe 3 ausgegeben. Für die Nordwestschweiz gilt die Gefahrenstufe 4. Am Montag, 22. Juni wurden einige Regionen der Westschweiz auf die Stufe 4 heraufgestuft

Aktuelle Gefahrenkarte der MeteoSchweiz (Stand: 22. Juni 2026)
Aktuelle Gefahrenkarte der MeteoSchweiz (Stand: 22. Juni 2026)

Rückblick

Am Freitag, Samstag und Sonntag wurden in den Niederungen verbreitet Höchsttemperaturen zwischen 31 und 35 Grad gemessen. In den nördlichen Landesteilen und inneralpin wurden lokal bereits 36 Grad erreicht. Die relative Luftfeuchtigkeit lag im Norden bei 25 bis 45 % und im Süden bei etwa 40 bis 55%. Am Freitag sorgten Gewitter auf der Alpennordseite teilweise für eine vorübergehende Abkühlung. Am Wochenende und am Montag gingen lediglich vereinzelte Hitzegewitter nieder, vor allem in den Alpen und auf der Alpensüdseite.

Zürichsee während einer Hitzephase
Zürichsee während einer Hitzephase (Archivbild, D. Gerstgrasser)

In den Nächten sank die Temperatur vorerst noch auf Tiefstwerte von 13 bis 18 Grad. In den städtischen Gebieten, in erhöhten Lagen sowie generell auf der Alpensüdseite wurden Tiefstwerte von 18 bis 23 Grad gemessen. In der Nacht auf Montag lagen die Tiefstwerte auch auf der Alpennordseite bei 16 bis 20 Grad. 

Wahrscheinlichste Entwicklung

Von Montag bis Samstag, auf der Alpensüdseite bis Sonntag werden verbreitet 34 bis 37 Grad erreicht. In der Nacht sinkt die Temperatur jeweils auf 16 bis 22 Grad. Generell sind die nächtlichen Temperaturen in städtischen Gebieten infolge des Wärmeinsel-Effektes um einige Grade höher als in ländlichen Gebieten. Die Gewitterneigung ist vor allem im Flachland deutlich geringer, so dass nur noch Anfang Woche und ganz vereinzelt mit einer vorübergehenden Abkühlung gerechnet werden kann. In den Alpen bleiben die Schauer sowie Hitzegewitter etwas zahlreicher. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt in einem Bereich von 30 bis 50%. Mit aufkommender Bise geht sie bis mindestens am Mittwoch auf der Alpennordseite auf 20-30% zurück. 

Die relative Luftfeuchtigkeit liegt tagsüber während der gesamten Periode im Bereich von 30 bis 50%. Mit aufkommender Bise nimmt sie auf der Alpennordseite ab Montag etwas ab. 

Mürtschenstöcke während einer Hitzephase
Mürtschenstöcke während einer Hitzephase (Quelle: Archivbild, D. Gerstgrasser)

Unsicherheiten

Die Unsicherheiten betreffen einerseits die Dauer der Hitzewelle und andererseits die Warnstufe. Die Hitze dauert mit hoher Wahrscheinlichkeit bis mindestens am nächsten Wochenende an. Das Temperaturniveau steigt ab Donnerstag auch in der Deutschschweiz nochmals leicht an, so dass auch hier die Warnung der Stufe 4 möglicherweise auf ein grösseres Gebiet ausgedehnt werden muss. Ende Woche und am Wochenende steigt die Gewitterneigung etwas an, erst in den Bergen, später auch zunehmend im Flachland.  

Hitze

Wie kommen Sie und Ihre Angehörigen gut durch die heissen Tage? 

Heisse Tage können die Gesundheit beeinträchtigen. Besonders gefährdet sind ältere und (chronisch) kranke Menschen, Kleinkinder, Säuglinge und Schwangere. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat drei goldene Regeln für Hitzetage definiert:

  • Körperliche Anstrengung meiden
  • Hitze fernhalten, Körper kühlen
  • Viel trinken, leicht essen, Medikamente anpassen

Mehr Informationen zu Verhaltensempfehlungen bei Hitze finden Sie hier.

Hitze in Zukunft

Gemäss den aktuellen Schweizer Klimaszenarien CH2025 muss die Schweiz in Zukunft mit deutlich häufigeren und intensiveren Hitzeereignissen rechnen. Der Anstieg der Hitzeextreme in der Schweiz ist deutlich grösser als die mittlere Temperaturzunahme im Sommer. Die jährlichen Höchsttemperaturen werden mit zunehmender globaler Erwärmung deutlich ansteigen.

Weiterführende Informationen: