Mit einer nordwestlichen Strömung fliesst von Dienstag bis Donnerstag immer kühlere und zeitweise feuchte Luft zu uns. Ihren Ursprung hat sie in einem Bereich vom nördlichen Atlantik, in den höheren Schichten aus der Nähe von Island. Von der Abkühlung betroffen ist nicht nur die Schweiz, sondern generell der Westen und Norden von Europa. Die Höchsttemperaturen liegen bei uns noch zwischen 16 und 19 Grad.

Immer mal wieder kommt es vor, dass Mitte Juni eine kühle Phase das Sommerwetter unterbricht. Man spricht auch von der «Schafskälte». Dabei kann es bis in Passlagen oder knapp darunter nochmals schneien. Früher traf dieser Kälteeinbruch Mitte Juni noch regelmässiger und markanter ein als im heutigen Klima.

Allzu viel Niederschlag ist in den nächsten Tagen nicht zu erwarten: In den zentralen und östlichen Alpen sind bis am Donnerstag bis knapp unter 2000 Meter ein paar Zentimeter Neuschnee möglich.
Von einem richtigen Kaltlufteinbruch kann man 2026 also nicht sprechen. Wenn man die letzten 50 Jahre anschaut, sticht der 12. Juni 1998 ins Auge. Damals strömte Polarluft aus Norden in Richtung Alpen und sorgte für eine markante Stausituation. Die Höchstwerte im Mittelland schafften es damals nur knapp über die 10-Grad-Marke, in Glarus lag der Höchstwerte sogar nur bei 9.3 Grad.

Ab Freitag zeigt die Temperaturkurve wieder aufwärts. Voraussichtlich wird am Wochenende bereits wieder die Sommermarke von 25 Grad überschritten. Die Sommerwärme bleibt wahrscheinlich bis in die nächste Woche hinein bestehen.