Wo scheint in der Schweiz besonders häufig die Sonne? Und wie haben sich die räumlichen Muster der Temperatur über die letzten Jahrzehnte verändert?
Um diese Fragen zu beantworten, braucht es Datensätze, die flächendeckend und in hoher räumlicher Auflösung über das Klima der Schweiz informieren. Solche Klimagitterdaten stellt MeteoSchweiz neu als Open Government Data (OGD) für die letzten 150 Jahre zur Verfügung.
Die neuen Datensätze beschreiben die Verteilung von bodennahen Klimagrössen auf einem hochaufgelösten Gitter, je nach Parameter mit einer Maschenweite von 1 km oder 2 km. Für die Erstellung dieser Datensätze wurden Messungen aus verschiedenen Beobachtungssystemen (Wetterstationen, Satelliten, Radar) kombiniert, um den Verlauf des Klimas für beliebige Punkte in der Schweiz zu beschreiben.
Die Klimagitterdaten von MeteoSchweiz sind neu frei zugänglich und können ohne Einschränkungen genutzt werden, etwa für Forschung, Datenanalysen, Apps, Visualisierungen oder Entscheidungsgrundlagen in Wirtschaft und Verwaltung.
Die neuen OGD-Datensätze sind in drei Gruppen aufgeteilt: stationsgestützte, satellitengestützte und radargestützte Klimagitterdaten. Sie werden als Stundenwerte (nur satellitengestützte Klimagitter), als Tageswerte, sowie als Monats- oder Jahreswerte bereitgestellt und in einem standardisierten Datenformat (NetCDF) publiziert. In hoher Zeitauflösung werden die Daten täglich aktualisiert. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation (C3, C4 und C5).
Stationsgestützte Klimagitterdaten
Diese Analysen wurden aus den langjährigen Messreihen des Stationsnetzes von MeteoSchweiz hergeleitet, zum Teil mit zusätzlichen Informationen aus Satellitendaten. Die Gitterdaten sind für die zentralen Klimaparameter
- Niederschlag
- Lufttemperatur (Tagesmittel, Minimum und Maximum)
- Sonnenscheindauer
abrufbar. In täglicher Zeitauflösung reichen die Analysen zurück bis 1961, in monatlicher und jährlicher Auflösung sogar zurück bis 1864, dem Beginn der operationellen Klimamessung in der Schweiz.