Fussbereich

Top Bar Navigation

Alle Schweizer Bundesbehörden

Servicenavigation

Wie entsteht ein Regenbogen?

Das farbige Phänomen entsteht durch Brechung und Reflektion des Sonnenlichtes an Regentropfen, deren Grösse zwischen 0.25 und etwa 3 mm liegt. Das Licht wird in seine Einzelfarben aufgebrochen und in einem Winkel von etwa 42 Grad reflektiert. Da sowohl Regen wie auch Sonnenschein nötig sind, erscheinen Regenbogen typischerweise bei punktuell auftretenden Schauern.

Grafik zur Entstehung des Regenbogens
Das Sonnenlicht wird in den Regentropfen gebrochen und reflektiert. ( Karl Heinz Hack)

Wann sind die schönsten Regenbogen zu sehen?

Je tiefer die Sonne am Himmel steht, desto grösser und eindrucksvoller erscheint der Regenbogen. Frühmorgens oder am späten Nachmittag und Abend sind die Chancen am höchsten. Bei grossen Regentropfen wird das Sonnenlicht stärker gebrochen und der Regenbogen erscheint besonders leuchtend und klar. Bei kleinen Tropfen wirken die Farben blasser. Und wenn hinter dem Regenbogen noch die dunkle Schauer- oder Gewitterwolke abzieht, ist der Kontrast für die Farben optimal. 

Regenbogen vor dunklen Wolken
Kontrastreicher Regenbogen beim Albispass. (Daniel Gerstgrasser)

Nicht zu jeder Tageszeit sind Regenbogen möglich

Auch wenn Regentropfen und Sonnenschein vorhanden sind, ist nicht immer ein Regenbogen sichtbar. Der Grund liegt in der Brechung im Winkel von etwa 42 Grad: Steht die Sonne höher als 42 Grad über dem Horizont, wird der Regenbogen in den Boden hineinprojiziert und ist nicht zu erkennen. Nur von einem erhöhten Standort ist eine Beobachtung möglich. Am längsten Tag des Jahres mit einem Sonnenhöchststand von 66 Grad über dem Horizont treten Regenbogen sogar erst am Abend nach 17 Uhr in Erscheinung. Aktuell sind tagsüber also keine Regenbogen zu sehen. Lediglich am Morgen und dann wieder gegen Abend erscheinen sie eher flach über der Erdoberfläche. Erst im Laufe des Abends stehen die Regenbogen dann mit dem tiefer werdenden Sonnenstand wieder höher am Himmel. 

Doppelter Regenbogen

Manchmal ist neben dem Hauptregenbogen (1. Ordnung) auch ein Nebenregenbogen (2. Ordnung) zu erkennen. Bei einem Nebenregenbogen wird das Sonnenlicht an der Tropfeninnenwand doppelt gebrochen und zur Beobachterin reflektiert. Die Farben des Nebenregenbogens erscheinen entsprechend in umgekehrter Reihenfolge im Vergleich zum Hauptregenbogen. 

Doppelter Regenbogen über einem See
Doppelter Regenbogen Cannobio im Tessin. (Meteomeldung Meteoswiss App)

Alexanders dunkles Band

Bei einem doppelten Regenbogen ist zwischen den beiden Bögen «Alexanders dunkles Band» gut zu erkennen. In diesem Bereich des Himmels wird das Sonnenlicht nur bedingt in unsere Augen reflektiert, weswegen wir es als dunkler wahrnehmen.

Doppelter Regenbogen
Doppelter Regenbogen mit dunklem Bereich dazwischen in Grüningen im Zürcher Oberland. (Meteomeldung Meteoswiss App)

Kreisförmige Regenbogen

Aus der Luft beobachtet, erscheint der Regenbogen nicht mehr bogenförmig, sondern kreisrund. Solche eindrücklichen Aufnahmen sind aus dem Flugzeug oder mit Drohnen möglich. 

Kreisförmiger Regenbogen mit Nebenbogen
Kreisförmiger Regenbogen aus der Region Heiligenschwendi, sogar mit Nebenbogen. (Meteomeldung Meteoswiss App)