Obwohl dieses Jahr eine Phase kalter Witterung pünktlich zu den Eisheiligen in der ersten Monatshälfte einsetzte (mehr Informationen dazu im MeteoSchweiz-Blog vom 12. Mai 2026), vermochte das die allgemein verfrühte Vegetationsentwicklung kaum auszubremsen. Alle im Monat Mai relevanten phänologischen Phasen setzten deutlich früher als im langjährigen Mittel ein (Tabelle 1).


So stand die Margerite schweizweit bereits ab dem 6. Mai in Blüte, etwa zwei Wochen früher als üblich und auch Schwarzer Holunder und die Robinie blühten deutlich verfrüht (Tabelle 1, und Abbildungen 1 und 2).


Das starke Wachstum der Wiesengräser bereits im April und die sonnige, trockene Witterung Anfang Mai veranlasste die Bäuerinnen und Bauern zu einem sehr frühen Beginn der Heuernte (Abbildung 3). Schweizweit war die Heuernte bereits ab dem 11. Mai registriert, 16 Tage früher als im Mittel 1991-2020, und der früheste Termin seit Beginn der systematischen phänologischen Messungen 1951. Allerdings wird in den letzten Jahren der erste Grasschnitt vermehrt früher angesetzt und maschinell nachgetrocknet, was einen Teil des sehr frühen Beginns der Ernte erklären kann. Nach der Kälte Mitte Monat setzte in der zweiten Monatshälfte eine markante Hitzewelle ein mit wiederum trockenem und sonnigem Wetter, was weiter für die Heuernte genutzt wurde (Abbildung 4).
