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Ebenso wie im vergangenen Winterhalbjahr gab es häufig Inversionswetterlagen, d.h. Sonne und milde Temperaturen in den Bergen bei gleichzeitig frostigen Temperaturen unter dem Nebel oder Hochnebel. Bedingt durch zahlreiche Inversionswetterlagen war die Temperaturabweichung zum vieljährigen Mittel in den Hochlagen, vor allem im November und Dezember, grösser als in den ausseralpinen Tieflagen.

Besonderheiten im Winterhalbjahr in den Alpen von Deutschland, der Schweiz und Österreich
Abb.1: Besonderheiten im Winterhalbjahr 2025/2026 (DWD, GeoSphere Austria, MeteoSchweiz)
Karte der zentralen und östlichen Alpen mit der Temperaturabweichung von Dezember 2025 zur Referenzperiode farbkodiert.
Abb. 2: Abweichung der Monatsmitteltemperatur im Dezember 2025 im Vergleich zum Klimamittel 1991-2020. (DWD, GeoSphere Austria, MeteoSchweiz)

Schneearmut: viel zu mild oder nur zu trocken? 

Eine Folge dieser anhaltend hochdruck- und hochnebelbestimmten Witterung war ein markanter Schneemangel. Die mittleren Schneehöhen im DACH-Alpenraum im Winterhalbjahr 2025/26 gehören zu den fünf niedrigsten seit 1991. Das Winterhalbjahr war zwar überdurchschnittlich warm, doch der Schneemangel in den Hochlagen resultierte vor allem aus fehlendem Niederschlag. In den Nordalpen der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) war es der zweittrockenste Winter seit 1991, in den Südalpen sogar der trockenste. Einzig im Februar fiel mehr Niederschlag als im Klimamittel 1991-2020. Anders als beim Naturschnee war die von Hochdruck und Inversionen geprägte Witterung jedoch günstig für die technische Beschneiung und die Konservierung des Kunstschnees.

Niederschlagsanomalien und Abweichung der Schneehöhe von der Referenzperiode 1991-2020
Abb. 3: monatliche Abweichungen des Niederschlags und der Schneehöhe im Winterhalbjahr 2025/26 im Vergleich zum Klimamittel 1991-2020. (DWD, GeoSphere Austria, MeteoSchweiz)

Über die Publikationsreihe „Alpenklima“

Der Alpenraum ist von den Folgen des menschengemachten Treibhauseffekts stärker betroffen als andere Regionen oder Naturräume. In dieser hochsensiblen Region sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich sichtbar. Umso wichtiger sind Informationen und Analysen zum Klima in diesem einzigartigen Ökosystem. Mit der gemeinsamen Publikationsreihe „Alpenklima – Klimazustand in den Zentral- und Ostalpen“ bieten der DWD, die GeoSphere Austria und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz grenzübergreifende Informationen zum Klimazustand in den Alpen. Die Klimaentwicklung in den einzelnen Ländern wird so in einen grösseren Kontext gestellt und genau beobachtet, um diesen wertvollen Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum vor den Auswirkungen des Klimawandels besser zu schützen.

Alpenklima - Winterhalbjahr 2025/26