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Wetterlage

Das kräftige Hochdruckgebiet über dem nahen Atlantik weitet sich in den nächsten Tagen allmählich nach West- und Mitteleuropa aus und sorgt für eine Phase mit stabilem und heissem Wetter (siehe auch Blog vom 6. Juli 2026). Mit einer leichten Bisenströmung fliesst aber in den nächsten Tagen etwas weniger heisse Luft in die zentralen und östlichen Landesteile.

Temperatur [° C, farbige Flächen] und geopotentielle Höhe [gpdm, schwarze Isolinien] gemäss dem Globalmodell IFS auf 850 hPa (ca. 1500 m. ü. M.) am Sonntag, den 12. Juli 2026, um 06 UTC.  Während aus Süden sehr heisse  Luft nach Frankreich geführt wird, sorgt eine schwache bis mässige Bise (schwarzer Pfeil) besonders in der Zentral- und Ostschweiz für etwas weniger hohe Temperaturen. Mit Werten von weniger als 20 Grad kann in den Niederungen der Ostschweiz mit Tageshöchsttemperaturen von rund  33 Grad gerechnet werden. Zudem liegen die Tiefsttemperaturen in den Niederungen mit 15 bis 19 Grad in einem eher angenehmen Bereich. Gegen die West- und Nordwestschweiz hin nehmen die Temperaturen zu, was dort eine Hitzewarnung rechtfertigt.
Temperatur [° C, farbige Flächen] und geopotentielle Höhe [gpdm, schwarze Isolinien] gemäss dem Globalmodell IFS auf 850 hPa (ca. 1500 m. ü. M.) am Sonntag, den 12. Juli 2026, um 06 UTC. Während aus Süden sehr heisse Luft nach Frankreich geführt wird, sorgt eine schwache bis mässige Bise (schwarzer Pfeil) besonders in der Zentral- und Ostschweiz für etwas weniger hohe Temperaturen. Mit Werten von weniger als 20 Grad kann in den Niederungen der Ostschweiz mit Tageshöchsttemperaturen von rund 33 Grad gerechnet werden. Zudem liegen die Tiefsttemperaturen in den Niederungen mit 15 bis 19 Grad in einem eher angenehmen Bereich. Gegen die West- und Nordwestschweiz hin nehmen die Temperaturen zu, was dort eine Hitzewarnung rechtfertigt. (MeteoSchweiz)

Wahrscheinlichste Entwicklung

Die laufende Woche wird auch nördlich der Alpen von stabilem und heissem Wetter geprägt sein. Ab Freitag wird die Luftmasse allmählich feuchter,  was sich insbesondere in den Bergen durch verstärkte Gewittertätigkeit äussern wird.

Südlich der Alpen werden die Temperaturen weiterhin verbreitet die Schwellenwerte für eine Hitzewelle überschreiten, wobei die höchsten Werte in leicht erhöhten Lagen und Stadtgebieten erwartet werden. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 31 und 34 Grad. Am Mittwoch werden die höchsten Temperaturen aufgrund des Nordwindes auf den Talsohlen des Nordtessins und des Misox erwartet.

Die Tiefstwerte liegen zwischen 18 Grad in den Ebenen und 23 Grad in leicht erhöhten Lagen. Während der heissesten Stunden bewegt sich die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 25 % und 45 %.

Nördlich der Alpen werden die Schwellenwerte für eine Hitzewelle in einem Gebiet, das vom Genfersee über das Seeland bis in die Nordwestschweiz reicht, sowie in tieferen Lagen des Chablais und des Wallis überschritten. Ab Freitag wird dies auch für die Gebiete am Jurasüdfuss zwischen Biel und dem Wasserschloss sowie in der Region Schaffhausen der Fall sein. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 31 und 35 Grad, bei einer Luftfeuchtigkeit von 20 bis 40 % während der heissesten Tageszeit. Die Tiefsttemperaturen bewegen sich zwischen 15 und 21 Grad. In den übrigen tiefgelegenen Gebieten der Deutschschweiz wird die Schwelle für eine Hitzewarnung voraussichtlich nicht erreicht.

In städtischen Gebieten werden die Tiefsttemperaturen in der ganzen Schweiz um einige Grad höher liegen, da die nächtliche Abkühlung im Vergleich zum Umland langsamer und weniger ausgeprägt verläuft.

 

Temperaturmessung seit dem 28. Juni und Temperaturprognose bis 16. Juli für die Station Schaffhausen. In rot ist das Temperaturmaximum, in blau das Minimum und in orange das Tagesmittel dargestellt. Mit einem Tagesmittel von mehr als 25 Grad wird die Schwelle für eine Hitzewarnung der Stufe 3 überschritten.
Temperaturmessung seit dem 28. Juni und Temperaturprognose bis 16. Juli für die Station Schaffhausen. In rot ist das Temperaturmaximum, in blau das Minimum und in orange das Tagesmittel dargestellt. Mit einem Tagesmittel von mehr als 25 Grad wird die Schwelle für eine Hitzewarnung der Stufe 3 überschritten. (MeteoSchweiz)
Temperaturmessung seit dem 28. Juni und Temperaturprognose bis 16. Juli für die Station Tänikon bei Aadorf. In rot ist das Temperaturmaximum, in blau das Minimum und in orange das Tagesmittel dargestellt. Mit einem Tagesmittel von weniger als 25 Grad wird die Schwelle für eine Hitzewarnung der Stufe 3 in den nächsten Tagen voraussichtlich nicht erreicht.
Temperaturmessung seit dem 28. Juni und Temperaturprognose bis 16. Juli für die Station Tänikon bei Aadorf. In rot ist das Temperaturmaximum, in blau das Minimum und in orange das Tagesmittel dargestellt. Mit einem Tagesmittel von weniger als 25 Grad wird die Schwelle für eine Hitzewarnung der Stufe 3 in den nächsten Tagen voraussichtlich nicht erreicht. (MeteoSchweiz)
Der aktuelle Warnstatus zeigt, dass neben den Niederungen der Alpensüdseite, des Wallis und der West- und Nordwestschweiz neu auch die Gebiete am Jurasüdfuss zwischen Biel und dem Wasserschloss und in der Region Schaffhausen mit der Stufe 3 bezüglich Hitze bewarnt sind.
Der aktuelle Warnstatus zeigt, dass neben den Niederungen der Alpensüdseite, des Wallis und der West- und Nordwestschweiz neu auch die Gebiete am Jurasüdfuss zwischen Biel und dem Wasserschloss und in der Region Schaffhausen mit der Stufe 3 bezüglich Hitze bewarnt sind. (MeteoSchweiz)

Unsicherheiten

Zwischen Freitag und Sonntag können mögliche Gewitter die Hitzewelle etwas abschwächen. Es lässt sich derzeit jedoch nur schwer abschätzen, wie grossflächig die Gewitter ausfallen oder in welchem ​​Masse sie die Niederungen betreffen.

Wann genau die Hitzewelle zu Ende geht, ist noch unsicher. Die Warnungen gelten vorerst bis Montag, den 13. Juli, eine  Verlängerung liegt jedoch im Bereich des Möglichen.

Einzelne Members des IFS ENSEMBLE-Systems für die Temperatur auf 850 hPa. (ca. 1500 m. ü. M.). Diese Temperatur wird häufig als Mass für die Luftmasse und die Tageshöchsttemperatur herangezogen. Dabei entsprechen 20 Grad auf 850 hPa im Hochsommer Tageshöchsttemperaturen von rund 33 Grad in den Niederungen der Alpennordseite. Wie man sehen kann, scheint die Hitzewelle nächste Woche noch anzudauern, wobei sie sich bis Mittwoch noch etwas verstärkt, um sich in der zweiten Wochenhälfte allmählich abzuschwächen.
Einzelne Members des IFS ENSEMBLE-Systems für die Temperatur auf 850 hPa. (ca. 1500 m. ü. M.). Diese Temperatur wird häufig als Mass für die Luftmasse und die Tageshöchsttemperatur herangezogen. Dabei entsprechen 20 Grad auf 850 hPa im Hochsommer Tageshöchsttemperaturen von rund 33 Grad in den Niederungen der Alpennordseite. Wie man sehen kann, scheint die Hitzewelle nächste Woche noch anzudauern, wobei sie sich bis Mittwoch noch etwas verstärkt, um sich in der zweiten Wochenhälfte allmählich abzuschwächen. (ECMWF)