Durch regionale Zusammenarbeit zu besseren Wetter- und Klimadienstleistungen gelangen: Das ist das Ziel des Projektes ENANDES+. In diesem Sinne steht das Akronym ENANDES+ für «Enhancing Adaptive Capacity of Andean Communities through Climate Services». Das Projekt baut auf einer langen Partnerschaft auf: Von 2012 bis 2019 arbeitete MeteoSchweiz im Rahmen des Climandes-Projektes bereits eng mit dem peruanischen Wetterdienst zusammen.
Aus diesen Erfahrungen entstand zunächst ein regionales Projekt für Chile, Kolumbien und Peru. Mit ENANDES+ – finanziert durch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) – wird dieser Ansatz nun auf Argentinien, Bolivien, Ecuador und Peru ausgeweitet.
ENANDES+ begleitet den gesamten Weg von der Bereitstellung von Wetter- und Klimaservices über deren Nutzung bis zur Bewertung ihres gesellschaftlichen Nutzens. Das passiert in drei Schritten:

Ein Herzstück von ENANDES+ ist das regionale Netzwerk mit dem Namen NUREX (Núcleo Regional de Experticia). Fachleute aus den Andenländern arbeiten darin in sieben thematischen Gruppen zusammen – zu Themen wie Messung, Klimaprodukte oder Nutzenbewertung.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahrenerer Wetterdienste geben ihr Wissen direkt an weniger erfahrene weiter. MeteoSchweiz bringt ihre Schweizer Expertise ein, die dann im Netzwerk weitervermittelt wird. So bleibt das Wissen nicht bei einzelnen Personen, sondern wird fest in den Institutionen verankert.

Diese Zusammenarbeit zeigt konkrete Wirkung, wie dieses Beispiel zeigt: Kürzlich besuchte ein Team des argentinischen Wetterdienstes den ecuadorianischen Wetterdienst, Klimaexpert/-innen des Klimazentrums Argentinien arbeiten gemeinsam mit Mitarbeitenden des bolivianischen Wetterdiensts. Solche direkten Begegnungen stärken die Eigenständigkeit der Partner und fördern nachhaltige Lösungen.

Regionale Zusammenarbeit, praxisnahe Lösungen und langfristige Partnerschaften sind entscheidend, um Wetterdienstleistungen nachhaltig zu verbessern. ENANDES+ leistet damit einen konkreten Beitrag, damit die Menschen in den Anden besser mit dem Klimawandel umgehen können.