Aktuell liegt der Alpenraum an der Ostflanke eines beständigen Hochs über Südwesteuropa in einer nordwestlichen Höhenströmung. Dabei erreichte uns in den letzten Tagen etwas weniger heisse Luft (siehe auch Blog vom 3. Juli). Insbesondere kühlte es während den Nächten auf der Alpennordseite verbreitet auf angenehme 15 Grad ab. In den kommenden Tagen dehnt sich das Hochdruckgebiet noch weiter zu den Alpen aus und sorgt beidseits der Alpen für eine Phase mit sonnigem und heissem Wetter. Auf Mittwoch fliesst insbesondere zu den östlichen Landesteilen nochmals etwas "kühlere" Luft ein, so dass die Tiefstwerte am Mittwoch und Donnerstag weiterhin im Bereich von 15 bis 18 Grad liegen dürften.

Auf der Alpensüdseite ist bereits seit Sonntag eine Hitzewarnung der Stufe 3 aktiv. Die Temperaturen werden auch in den kommenden Tagen über dem Schwellenwert für eine Hitzewarnung liegen, wobei die höchsten Werte in leicht erhöhten Lagen sowie in städtischen Gebieten zu erwarten sind. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 31 und 34 Grad, mit lokal höheren Maxima in den Tälern des Mittel- und Nordtessins aufgrund der bis Mittwoch anhaltenden Nordwindlage. Die relative Luftfeuchtigkeit wird in den heissesten Stunden zwischen 30 und 45 % liegen. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen 18 Grad in den Niederungen und 23 Grad in leicht erhöhten Lagen.

Nördlich der Alpen, von Genf über die Drei-Seen-Region bis in die Nordwestschweiz wird der Schwellenwert für eine Hitzewarnung ab Dienstag, in den übrigen Niederungen der Alpennordseite voraussichtlich ab Donnerstag überschritten. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 31 und 35 Grad, bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 20 bis 40 % in den heissesten Stunden. Die Tiefsttemperaturen schwanken zwischen 15 und 21 Grad. Die ausgegebenen Warnungen gelten bis mindestens am Montag, den 13. Juli.
In städtischen Gebieten werden die nächtlichen Temperaturen infolge der langsameren und weniger ausgeprägten Wärmeabstrahlung um einige Grade höher sein.

Zwischen Freitag und Sonntag könnten mögliche Gewitter die Hitzewelle leicht abschwächen, allerdings nur vorübergehend. Dieses Szenario muss sich noch bestätigen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeiten für Samstag und Sonntag sind in der Grafik unten abgebildet.
Das Ende dieser Hitzewelle ist noch unsicher (vergleiche nachfolgende Abbildung).

Wie kommen Sie und Ihre Angehörigen gut durch die heissen Tage?
Heisse Tage können die Gesundheit beeinträchtigen. Besonders gefährdet sind ältere und (chronisch) kranke Menschen, Kleinkinder, Säuglinge und Schwangere. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat drei goldene Regeln für Hitzetage definiert:
Mehr Informationen zu Verhaltensempfehlungen bei Hitze finden Sie hier.
Hitze in Zukunft
Gemäss den aktuellen Schweizer Klimaszenarien CH2025 muss die Schweiz in Zukunft mit deutlich häufigeren und intensiveren Hitzeereignissen rechnen. Der Anstieg der Hitzeextreme in der Schweiz ist deutlich grösser als die mittlere Temperaturzunahme im Sommer. Die jährlichen Höchsttemperaturen werden mit zunehmender globaler Erwärmung deutlich ansteigen.
Weiterführende Informationen: