Wetter und Klima beeinflussen den Schweizer Strommarkt mehrfach. Die Temperatur reguliert vor allem die Energienachfrage, Sonne, Wind und Niederschlag prägen die Erzeugung. Solarstrom wird im Rahmen der Energiestrategie 2050 immer wichtiger und reagiert besonders empfindlich auf «Dunkelphasen» und «Ramping-Ereignisse», die in der Analyse von Pfirter (2026) untersucht wurden.
Dunkelphasen – wenn die Sonne über Tage fehlt
Dunkelphasen sind gemäss der Analyse ein oder mehrere Tage mit deutlich weniger Sonneneinstrahlung als für die Jahreszeit üblich (Schwellenwerte in Abb. 1a, rechts). Dunkelphasen sind eine grosse Herausforderung für den Strommarkt, besonders wenn die «dunkle» Wetterlage mehrere Länder gleichzeitig betrifft.
In der Schweiz traten Dunkelphasen zwischen 2005 und 2024 meist im Spätsommer und Herbst auf (Abb. 1a, links). Obwohl Dunkelphasen im Oktober am häufigsten auftreten, wirken sich jene im August stärker auf die Solarstromproduktion aus, da die absolute Sonneneinstrahlung im Sommer deutlich höher ist.