Westeuropa war also besonders stark von der Hitzewelle betroffen (Abb. 2 & 3, links). In dieser Region wurde der wärmste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen registriert (Abb. 3, rechts). Mit einer Abweichung von rund 3,1 °C gegenüber dem Durchschnitt lag die mittlere Temperatur bei 20,7 °C und übertraf den bisherigen Rekord aus dem Juni 2025 relativ klar.
Hitze und Trockenheit verstärken sich gegenseitig
In weiten Teilen Westeuropas sowie in grossen Gebieten Mittel- und Osteuropas gingen Hochdruckwetter und Hitze mit trockeneren Bedingungen als im Durchschnitt einher (Abb. 4, links). Die hohen Temperaturen kurbelten die Verdunstung von Bodenwasser an. Die trockenen Böden (Abb. 4, rechts) sorgten wiederum dafür, dass die einfallende Sonnenstrahlung direkt in zu einer Erwärmung führt (sensible Wärme) und die Hitze sich verschärfte. Bei feuchteren Bedingungen wäre ein Teil der Sonnenenergie in die Verdunstung von Wasser geflossen.