Bei allen genannten Zahlen handelt es sich um klimatologische Mittelwerte, die sich auf eine Periode von 30 Jahren beziehen und aus Simulationen mehrerer Klimamodelle ermittelt wurden. In einzelnen Jahren können weniger und kürzere Hitzewellen auftreten, in anderen Jahren können es jedoch mehr und längere Hitzewellen sein.
Hitzewellen in der 3-Grad-Welt
Wenn die globale Erwärmung so weit fortschreitet, dann treten Hitzewellen sowohl im Umland als auch in den Innenstädten deutlich häufiger auf. Im Umland der Städte Zürich und Genf gäbe es im Mittel etwa drei Hitzewellen pro Jahr (Abb. 3a), wobei die längste des Jahres durchschnittlich neun Tage (Zürich) bzw. 13 Tage (Genf) dauern könnte (Abb. 3b).
In den beiden Innenstädten wären es jährlich etwas mehr als vier Hitzewellen und die längste des Jahres könnte in Zürich durchschnittlich 14 und in Genf 18 Tage dauern (Abb. 3). Dabei würde auch die Warnstufe 4 häufiger überschritten als im Umland: Während drei der vier Hitzewellen in den Innenstädten die Stufe 4 erreichen könnten, wären es im Umland insgesamt nur eine bis zwei. Zudem könnten Hitzewellen bereits im Mai und auch noch im September auftreten. Die Gesellschaft müsste sich folglich auf einen längeren Zeitraum im Jahr einstellen, in dem Hitzewellen zu erwarten sind.