Die Abflüsse lagen in den trockenen Gebieten deutlich unter dem Durchschnitt, in einigen Regionen sogar auf einem aussergewöhnlich niedrigen Niveau. Besonders stark betroffen waren die Seine, der Rhein und die Donau. Diese geringen Abflüsse erhöhten den Druck auf die Wasserversorgung und Bewässerung, die aquatischen Ökosysteme, die Binnenschifffahrt und die Energieerzeugung in mehreren Ländern.
Im Gegensatz dazu wurden in den baltischen Staaten und in Finnland, im Landesinneren der Türkei, in Griechenland, im Osten der Ukraine und in weiten Teilen Westrusslands überdurchschnittlich feuchte Bedingungen verzeichnet, die zu lokalen Überschwemmungen und den damit verbundenen Schäden führten.
Der Copernicus-Bericht vom Juli 2026 ist auf Englisch verfügbar.
Zweitwärmster Juli in der Schweiz
Im schweizerischen Landesdurchschnitt war der Juli 2026 um 3,2 °C wärmer als im Referenzzeitraum 1991–2020 (Abb. 5) und um 5,1 °C wärmer als im vorindustriellen Durchschnitt von 1871–1900. Es handelt sich um den zweitwärmsten Juli seit Beginn der Messungen im Jahr 1864. Der Abstand zwischen dem Juli 2015 und dem Juli 2006 ist jedoch so gering, dass der Unterschied als nicht signifikant angesehen wird. An 39 von 86 Messstationen war es der wärmste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen.