Mit 13,9 °C war das Sommerhalbjahr 2026 das wärmste seit 1864 und lag 2,9 °C über dem Mittel von 1991–2020. Es übertraf den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2018 sehr deutlich mit knapp über einem Grad Unterschied.
Die Abweichung von +2,9 °C kam schätzungsweise etwa zur Hälfte durch das Wetter und zur Hälfte durch die Klimaerwärmung der letzten zwei Jahrzehnte zustande. Im Vergleich zum aktuellen Klimamittel (schwarze Linie in Abb. 2) betrug die Abweichung der Halbjahrestemperatur +1,5 °C. Dies entspricht dem Anteil der Variabilität von Jahr zu Jahr oder eben näherungsweise des Wetters in diesem Sommerhalbjahr an der gesamten Differenz zur Referenzperiode. Praktisch gleich gross (+1,4 °C) war die Zunahme des Klimamittels seit der Referenzperiode 1991-2020. Letztere ist im Wesentlichen auf den Klimawandel zurückzuführen.
Vier Wochen zusätzlicher Sonnenschein
Häufiges Hochdruckwetter war nicht nur für einen Teil des Wärmeüberschusses verantwortlich, sondern sorgte auch für reichlich Sonnenschein. Zudem gab es im September sehr wenig Nebel, was möglicherweise auf die trockenen Böden zurückzuführen ist. Schweizweite Mittel zur Sonnenscheindauer gibt es nicht, doch die Werte an den einzelnen Stationen sprechen eine klare Sprache (Abb. 3).