Forscherinnen, Entwickler, Datenfachpersonen und Wetterbegeisterte aller Art können nun die lokalen Vorhersagen von MeteoSchweiz mithilfe von gebrauchsfertigen Jupyter-Notebooks erkunden. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Blog.

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Forscherinnen, Entwickler, Datenfachpersonen und Wetterbegeisterte aller Art können nun die lokalen Vorhersagen von MeteoSchweiz mithilfe von gebrauchsfertigen Jupyter-Notebooks erkunden. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Blog.

Im Rahmen der Open Government Data (OGD)-Initiative stellt MeteoSchweiz der breiten Öffentlichkeit hochaufgelöste Vorhersagen für fast 5600 Ortschaften, Postleitzahlen und Messstationen in der ganzen Schweiz zur Verfügung.
Über die Bereitstellung der Daten hinaus stellt das Bundesamt auch Python-Notebooks bereit, mit denen sich die Datenstruktur nachvollziehen, visualisieren und schnell auswerten lässt. Diese Beispiele bilden einen idealen Ausgangspunkt für die Entwicklung von Dashboards, die Durchführung von Analysen oder die Integration der offiziellen Vorhersagen in Fachanwendungen.
Mit dem ersten Notebook lässt sich anhand der lokalen Vorhersagen für die nächsten 7 Tage ein vollständiges Meteogramm (eine grafische Wettervorhersage) erstellen. Temperatur, Niederschlag, Wind, Sonneneinstrahlung oder Bewölkung können in Form von individuell anpassbaren Feldern angezeigt werden.
Einer der Hauptvorteile ist die Darstellung der Unsicherheit anhand der Quantile Q10 bis Q90. So können Nutzerinnen und Nutzer die mögliche Variabilität der Vorhersagen besser einschätzen und deren probabilistische Dimension nachvollziehen.
Die Konfiguration ist flexibel: Suche nach Name oder Postleitzahl, Auswahl der gewünschten Parameter und individuelle Anpassung der Grafiken an die jeweiligen Bedürfnisse.

Das Notebook SolarProduction.ipynb veranschaulicht einen konkreten Anwendungsfall. Die Strahlungsprognosen werden mit der Fachbibliothek pvlib kombiniert, um die Solarstromproduktion einer Solaranlage für die nächsten neun Tage zu schätzen.
Dieses Anwendungsbeispiel zeigt, wie offene Wetterdaten in nützliche Kennzahlen für den Energiesektor, für Gemeinden oder für private Betreiberinnen und Betreiber von Solaranlagen umgewandelt werden können.

Um die Tools zu testen, folgen Sie den Anweisungen unter diesem Link. Es öffnet sich eine vollständig konfigurierte Jupyter-Umgebung direkt in Ihrem Browser. Die modulare Architektur der Notebooks erleichtert zudem deren Wiederverwendung. So ist es beispielsweise möglich, ausschliesslich das Niederschlagsfenster anzuzeigen, um die prognostizierten Mengen, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die damit verbundene Unsicherheit zu analysieren.
Dieser Ansatz liefert umfassendere Informationen als ein einfaches Wetterpiktogramm. (Weitere Erläuterungen zur Interpretation dieser Daten finden Sie auf der Webseite zu den Vorhersagen und Wahrscheinlichkeiten auf der Website von MeteoSchweiz.)

Indem MeteoSchweiz sowohl Zugang zu den Daten als auch zu den Tools für deren Auswertung gewährt, verstärken wir unseren Open-Data-Ansatz. Ganz gleich, ob Sie eine Visualisierung erstellen, einen Dienst entwickeln oder zu einem Forschungsprojekt beitragen möchten – diese Notebooks bilden eine solide Grundlage für einen schnellen Einstieg.