Astronomisch betrachtet beginnt der Herbst dieses Jahr am 23. September um 02:05 Uhr. Meteorologisch und klimatologisch hat der Herbst hingegen bereits am 1. September begonnen.

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Wetter
Astronomisch betrachtet beginnt der Herbst dieses Jahr am 23. September um 02:05 Uhr. Meteorologisch und klimatologisch hat der Herbst hingegen bereits am 1. September begonnen.

Bezogen auf die Temperatur war der bisherige September aber eigentlich eher sommerlich. Auch am vergangenen Wochenende erreichten die Temperaturen in den Niederungen vielerorts Werte von 25 Grad oder mehr, was per Definition einem Sommertag entspricht. Seit dem meteorologischen Herbstbeginn am 1. September gab es bereits zahlreiche Sommertage. An den meisten Orten im Flachland wurden im diesjährigen September schon zehn oder mehr Sommertage verzeichnet.
Neben den sommerlich anmutenden Temperaturen fehlte bislang auch ein typisches Herbstmerkmal: der Nebel. Während der September normalerweise zu den Monaten zählt, in denen Nebellagen häufiger auftreten, waren Nebelfelder in diesem Jahr bisher selten. Zu den möglichen Gründen weiter unten.

Mit dem Übergang vom Sommer zum Herbst verändert sich die Strahlungsbilanz der Erdoberfläche. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Dadurch geht während der Nacht mehr Energie durch Ausstrahlung verloren, als tagsüber durch Sonneneinstrahlung aufgenommen wird. Die Erdoberfläche kühlt sich insgesamt allmählich ab.
Diese Abkühlung wirkt sich auch auf die bodennahe Luft aus. Je tiefer deren Temperatur, desto weniger Wasserdampf kann sie aufnehmen. Wird die Luft bis zum Taupunkt abgekühlt, kondensiert bei Erreichen der Sättigung überschüssiger Wasserdampf zu feinsten Wassertröpfchen, und es bildet sich Nebel.
Lange, klare und windschwache Herbstnächte bieten daher ideale Voraussetzungen für die Entstehung von Strahlungsnebel.
Für die Nebelbildung reicht eine nächtliche Abkühlung allein jedoch nicht aus. Ebenso wichtig ist genügend Feuchtigkeit in der bodennahen Luft.
Genau hier dürfte in diesem Jahr der entscheidende Unterschied liegen. Durch die Trockenheit der vergangenen Monate ist das Feuchteangebot in den Böden stark reduziert. Dadurch steht auch den untersten Luftschichten weniger Wasserdampf zur Verfügung.
Damit sich verbreitet Nebel bilden kann, müsste die Luft stärker abgekühlt werden, um die Sättigung mit Wasserdampf zu erreichen.
Das trockene Wetter hält auch in den nächsten Tagen an. Deshalb dürfte ausgedehnter Herbstnebel vorerst weiterhin weniger wahrscheinlich bleiben.
Mit dem weiteren Fortschreiten des Herbstes steigen die Chancen auf Nebelfelder jedoch dann trotzdem an. Die Nächte werden weiter länger, und die bodennahe Luft kühlt sich zunehmend stärker ab.
