Den Unterschied zwischen der Landtemperatur, die der Satellit misst, und der Lufttemperatur, die Wetterstationen auf der Erde messen, haben viele schon beim Baden erlebt: Die Luft ist angenehm warm, doch der asphaltierte Weg zum See oder Pool ist barfuss kaum zu bewältigen. Er ist viel heisser als die Luft, da sich die Erdoberfläche an einem wolkenfreien Sommertag je nach Beschaffenheit deutlich stärker erwärmen kann.
Ausdauer des Hitzesommers 2026
Besonders eindrücklich war im Sommer 2026 die Dauer der aussergewöhnlichen Hitze an der Erdoberfläche. Im Mittel über die ganze Schweiz wurden rund 480 Stunden mit extrem hoher LST registriert, rund 22 % des Sommers. Das entspricht mehr als dem Vierfachen eines typischen Sommers in der Referenzperiode (1991–2020). Die bisherigen Rekordsommer 2022 (rund 350 Stunden), 2015 (rund 320) und 2003 (rund 250) wurden deutlich übertroffen. Als extrem hoch gelten LST-Werte von mindestens 27,8 °C. Dieser Wert wurde in der Referenzperiode nur in 5 % der stündlichen Messungen über alle Regionen erreicht.