Wieso sind die gezeigten Wettersituationen dermassen beständig?
Die Entstehung und Aufrechterhaltung von blockierten Wetterlagen ist äusserst komplex und von verschiedenen Wechselwirkungen abhängig. Dazu gehören Wechselwirkungen von Rossby-Wellen unterschiedlicher Skalen, die zu Deformationen des Jetstreams oder sogar zum Brechen dieser planetarischen Wellen führen können. Zusätzlich begünstigen geografische Barrieren wie Gebirgszüge sowie thermodynamische Prozesse die Entstehung solcher Blockings oder tragen zur Aufrechterhaltung bei.
Allen Blocking-Situationen gemein sind charakteristische Strömungsmuster, deren Wechselwirkungen das Aufrechterhalten der Druckkonstellationen begünstigen. Eine stark meridionale Strömung führt beispielsweise dazu, dass die sonst vorherrschende zonale Westströmung stark abgelenkt wird und sich die Druckgebilde nur noch langsam von West nach Ost verlagern beziehungsweise unter Umständen sogar stationär bleiben.
Auf der Vorderseite eines Tiefs wird ausserdem warme und feuchte Luft gehoben und weit nach Norden transportiert. Wenn diese Luft aufsteigt, kühlt sie sich ab und der Wasserdampf kondensiert zu Wolken und Regen. Dabei wird viel Energie in Form von latenter Wärme frei. Dieses Förderband wird als Warm Conveyor Belt bezeichnet. Nebst den dadurch entstehenden Niederschlägen im Tiefbereich trägt die Freisetzung latenter Wärme stromabwärts zur Entstehung beziehungsweise zur Erhaltung eines Hochs bei.
Diese Erklärungen sind bewusst einfach gehalten. Es gilt ausserdem zu erwähnen, dass nach wie vor nicht alle Prozesse restlos verstanden sind, die im Zusammenhang mit der Entstehung und Aufrechterhaltung von blockierenden Hochdrucklagen mitwirken.