Wie entsteht der Jetstream?
Der Jetstream entsteht durch die Temperaturunterschiede zwischen polaren und tropischen Regionen. Durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung werden die bodennahen Luftschichten am Äquator deutlich stärker erwärmt als an den Polen. Da wärmere Luft weniger dicht ist, weist sie eine deutlich grössere vertikale Ausdehnung auf. Dies widerspiegelt sich auch an der Höhe der Tropopause, welche am Äquator durchschnittlich auf einer Höhe von 17 km, an den Polen auf rund 8 km und in unseren mittleren Breiten bei 11 km liegt.
Des Weiteren nimmt der Luftdruck mit der Höhe in wärmerer Luft langsamer ab als in kalten Luftmassen. Dies bewirkt, dass auf derselben Höhe (z.B. auf 6 km) in Richtung Pol ein tieferer Druck herrscht als am Äquator (Höhentief am Pol und Höhenhoch am Äquator). Druckunterschiede in der Atmosphäre bedeuten ein Ungleichgewicht und sie werden durch Luftströmungen ausgeglichen.
Aufgrund der Corioliskraft, die durch die Erdrotation entsteht, werden Ausgleichströmungen jeweils nach rechts abgelenkt. Bewegen wir uns mit der Luft nach Norden, werden wir also nach Osten abgelenkt, bewegen wir uns nach Süden werden wir nach Westen abgelenkt. Durch diese Ablenkung schafft es die Luft, welche vom Äquator in Richtung Pole die Druckunterschiede ausgleichen will, aber nicht bis dorthin, sondern wird vorher nach Osten abgelenkt.
Aufgrund dessen entstehen sogenannte Zirkulationszellen, von denen Sie möglicherweise im Geographieunterricht schon mal gehört haben: Die Hadley-Zelle, die Ferrel-Zelle und die Polarzelle.
Die Hadley-Zelle
An der Innertropischen Konvergenzzone (ITC, im Englischen ITCZ) steigt die Luft aufgrund starker Erwärmung auf und fliesst in Richtung Norden (und ebenfalls nach Süden) und sinkt bei ungefähr 30°N aufgrund der Abkühlung wieder ab. Die Luftströmungen am Boden zur ITC hin werden Passatwinde genannt.