IPCC

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) stellt politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessierten den Klimabericht zur Verfügung – eine objektive Informationsquelle über die weltweite Klimaänderung.

Das IPCC, im Deutschen oft als Weltklimarat bezeichnet, wurde 1988 von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ins Leben gerufen. Als zwischenstaatliches Gremium, mit einem Sekretariat beim WMO-Hauptquartier in Genf, steht der Weltklimarat allen Mitgliedsstaaten der beiden Gründer-Organisationen der UNO sowie Wissenschaftlern weltweit offen.

Informationsquelle über die globale Klimaänderung

Das IPCC betreibt keine Forschung. Seine Aufgabe besteht darin, die aktuelle wissenschaftliche Literatur zum Thema Klimawandel, gesamtheitlich, objektiv, unmissverständlich und transparent zusammenzutragen und zu bewerten. Für die Wahrnehmung dieser Hauptaufgabe veröffentlicht der Weltklimarat unter anderem alle fünf bis sechs Jahre einen Evaluationsbericht.

Die globalen Klimaberichte des IPCC enthalten die Basisinformationen für alle, die sich in der Forschung, Verwaltung, Industrie, dem Dienstleistungssektor oder in der Politik mit der Klimaänderung befassen. Die fünf publizierten Berichte (1990, 1995, 2001, 2007 und 2013) fanden weltweit grosse Beachtung und haben massgeblich zur Entstehung der UNO-Klimakonvention und des Kyoto-Protokolls beigetragen.

MeteoSchweiz ist am Klimabericht beteiligt

Die Berichte des IPCC werden in Arbeitsgruppen erstellt und müssen vom Plenum, das einmal jährlich tagt, gutgeheissen werden. Die daran beteiligten Forscher erhalten die Möglichkeit, in drei aufeinanderfolgenden Versionen Kommentare, Kritik und Vorschläge einzubringen. Am fünften Bericht arbeiteten rund 850 Autoren aus aller Welt mit, darunter auch 50 Wissenschaftler und Experten aus der Schweiz.

MeteoSchweiz ist ebenfalls an der Erstellung des Berichts beteiligt. Neben dem Verfassen von wissenschaftlichen Beiträgen erfüllt MeteoSchweiz als Begutachter der Regierung eine wichtige Aufgabe beim Redigieren der Zusammenfassung des IPCC-Berichts für die Entscheidungsträger.

Klimaänderung in der Schweiz

Das Klima der Erde verändert sich, und die Schweiz ist davon besonders betroffen. Das bezeugen diverse Umweltindikatoren, die mit der Klimaerwärmung in Verbindung gebracht werden.

Der Bericht «Klimaänderung in der Schweiz» illustriert anhand einiger ausgewählter Beispiele die Klimaentwicklung sowie deren Auswirkungen auf die Kryosphäre, die Hydrosphäre, die Vegetation, die Gesundheit, die Wirtschaft und die Gesellschaft. Ausserdem wird dargelegt, welchen Druck die menschlichen Aktivitäten auf das Klima ausüben und wie gross die Mengen der daraus resultierenden Treibhausgase sind. Des Weiteren enthält dieser Bericht die wichtigsten politischen Antworten zur Begrenzung der Auswirkungen auf die Umwelt und zur Vorbeugung unerwünschter Entwicklungen.

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