Manuelles Beobachtungsnetz

Menschliche Augenbeobachtungen vervollständigen die Informationen über das aktuelle Wettergeschehen. Der Zustand der Atmosphäre rund um den Beobachtungsstandort wird detailliert beschrieben.

Bei einer Augenbeobachtung wird der Zustand der Atmosphäre rund um den Beobachtungsstandort beschrieben. Augenbeobachtungen und Ablesungen an Messinstrumenten werden drei bis acht Mal täglich an 365 Tagen pro Jahr von meteorologischen Beobachtern/-innen ausgeführt und online an MeteoSchweiz übermittelt. Die Meldungen werden in international gültigen Codes chiffriert und stehen weltweit zur Verfügung.

Augenbeobachtungen finden an rund 30 Standorten in der Schweiz statt. Beobachtet werden:

  • meteorologische Sichtweite
  • aktuelles Wetter: Witterungsverhältnisse zur Zeit der Beobachtung und der vergangenen Stunde, z.B. mässiger Regenschauer, Schneefall, Nebel mit Rauhreifbildung
  • vergangenes Wetter: wichtigste Wetterphänomene während der letzten 3, 6 oder 12 Stunden, z.B. Gewitter, Nieseln, Schneetreiben
  • Erdbodenzustand: z.B. Pulverschnee, den ganzen Boden bedeckend; gefroren; feucht
  • Wolken: Gesamtbewölkung, Bedeckungsgrad, Art und Unterart der Wolken des vom Beobachtungsstandort aus sichtbaren Himmelsgewölbes
  • Instrumentelle Ablesungen: z.B. Neu- und Gesamtschneehöhe

Weitere Beobachtungen

Blick auf Berggipfel, die aus dem Nebelmeer ragen.
Wolken mit Untergrenze unterhalb des Beobachtungsstandortes Säntis.

Vorhandene Unterschiede in den Beobachtungsprogrammen der einzelnen Standorte sind klimatologisch und/ oder topographisch bedingt. So werden etwa an erhöhten Standorten mit Blick ins Tal zusätzlich Wolken gemeldet, deren Untergrenze unterhalb des Beobachtungspostens liegt. Dies geschieht an den Stationen Locarno / Monti, Jungfraujoch, Säntis und Zürich / Fluntern.

Liste und Karte der Standorte

Die genauen Standorte, an welchen Augenbeobachtungen durchgeführt werden, lassen sich als Liste oder auf der Schweizerkarte abfragen: