Manuelles Beobachtungsnetz

Menschliche Augenbeobachtungen vervollständigen die Informationen über das aktuelle Wettergeschehen. Der Zustand der Atmosphäre rund um den Beobachtungsstandort wird detailliert beschrieben.

Bei einer Augenbeobachtung werden die Wetterereignisse rund um den Beobachtungsstandort beschrieben. Visuelle Beobachtungen und Schneemessungen werden drei bis acht Mal täglich an 365 Tagen pro Jahr von meteorologischen Beobachterinnen und Beobachter ausgeführt und online an MeteoSchweiz übermittelt. Die Meldungen werden in international gültigen Codes chiffriert und stehen weltweit zur Verfügung.

Augenbeobachtungen finden an rund 25 Standorten in der Schweiz statt. Beobachtet werden dort:

  • meteorologische Sichtweite
  • vergangenen Stunde, z.B. mässiger Regenschauer, Schneefall, Nebel mit Rauhreifbildung
  • vergangenes Wetter: wichtigste Wetterphänomene während der letzten 3, 6 oder 12 Stunden, z.B. Gewitter, Nieseln, Schneetreiben
  • Erdbodenzustand: z.B. Pulverschnee, den ganzen Boden bedeckend; gefroren; feucht
  • Wolken: Gesamtbewölkung, Ausdehnung der Wolkenschichten, Art und Unterart der Wolken, Wolken unterhalb der Beobachtungsstation (bei Bergstandorten)
  • Erhebung der Neu- und Gesamtschneehöhe

Leitfaden zur Wolkenerkennung

Die Wolken werden in 10 Gattungen unterteilt. Sie können anhand dem untenstehenden Diagramm identifiziert werden.

Liste und Karte der Standorte

Die genauen Standorte, an welchen Augenbeobachtungen durchgeführt werden, lassen sich als Liste oder auf der Schweizerkarte abfragen: