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Vom Herbst zum Sommer

MeteoSchweiz-Blog | 25. August 2022
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Die Nacht auf heute war meist klar, zum Morgen hin bildeten sich vereinzelt flache Nebelfelder. Diese lösten sich aber rasch auf, und so stand einem sonnigen Donnerstag nichts im Wege. Nur wenige Quellwolken bildeten sich über den Bergen.

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Wetterlage

Das Hochdruckgebiet der letzten Tage hat sich auf heute abgeschwächt, die Druckverteilung am Boden über Mitteleuropa war recht flach. Und auch in der Höhe war es sehr strömungsarm. Dies ist beispielsweise in der Animation der Satellitenbilder von heute Vormittag zu sehen.

Während sich die Wolken über Spanien, Frankreich und England langsam nach Nordosten bewegen, ziehen die Wolken im Osten langsam gegen Westen. In der Schweiz sind am Vormittag noch sehr wenige Wolken vorhanden, so dass keine grossräumige Strömung alleine vom Satellitenbild her auszumachen ist. Aber wir können uns vorstellen, dass da nicht allzu viel Strömung vorhanden sein kann.

Dazu schauen wir uns beispielsweise die Messungen der Sondierung von heute Mitternacht an. Diese bestätigen: In allen Schichten war es windschwach. Zur Mittagssondierung hin drehte der Wind dann in allen Schichten auf Südwest bis West, blieb aber noch recht schwach. Erst auf morgen nimmt die Strömung allmählich etwas zu und führt mehr Feuchtigkeit zur Schweiz.

Ähnliches Wetter wie gestern

Ohne Strömung konnte auch keine andere Luftmasse zur Schweiz geführt werden, und entsprechend ähnlich war das Wetter heute im Vergleich zu gestern.

Wie bereits gestern konnte sich auch heute nach einer meist klaren Nacht in Senken oder entlang von Flussläufen flacher Wiesennebel bilden. Am Flughafen Zürich hielt ihn der Wetterbeobachter im Frühdienst fotografisch fest:

Wiesennebel heute Morgen über den Pisten vom Flughafen Zürich. Zeitraffer von D. Buck

Die Augustsonne und die tiefe Luftfeuchtigkeit sorgten dann aber dafür, dass sich die lokalen Nebelfelder rasch auflösten.

Eher sommerlich startete der Tag einmal mehr im Süden: An der Station Locarno-Monti wurde mit einem Minimum von 19.9 Grad eine Tropennacht knapp nicht erreicht.

Tagsüber war die Luftfeuchtigkeit sogar noch etwas tiefer als gestern. Der Taupunkt war heute Mittag an vielen Stationen unseres Messnetzes um rund 1 bis 5 Grad tiefer als 24 Stunden zuvor, an den höheren Stationen waren es teilweise sogar noch etwas mehr. Daher war die Fernsicht in den Bergen weiterhin gut, über den Bergen bildeten sich nur wenige Quellwolken.

Sommerliche Temperaturen am Nachmittag

Die trockene Luft konnte sich dann mit der beinahe uneingeschränkten Sonneneinstrahlung gut erwärmen. So klettertet das Thermometer nach morgendlichen 11 bis 14 Grad auf 25 bis 30 Grad heute Nachmittag. Auf der Alpensüdseite wurden 31 Grad erreicht. Denn nicht nur die Luft war trocken, auch der Boden ist ja bekanntlich sehr trocken. Dies hilft, dass die gesamte Energie, welche von der Sonne zur Erdoberfläche gelangt, zur Aufheizung der Luft genutzt werden kann. Wenn die Böden hingegen feucht wären, würde ein Teil der Energie zum Abtrocknen des Bodens genutzt und stünde der Aufheizung nicht zur Verfügung.