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Ein Tief jagt das nächste über Nordeuropa

MeteoSchweiz-Blog | 25. Oktober 2023
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Die Wetterlage ist momentan geprägt von Tiefdruckgebieten. Am Rande eines umfangreichen steuernden Tiefs über dem Nordatlantik werden in loser Folge Randtiefs über Nordeuropa hinweg gesteuert. Im Alpenraum sorgen sie für wechselhaftes und für die Jahreszeit mildes Wetter.

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Das gestern für den Alpenraum relevante Tief «Bernard» ist nun unter Auffüllung über die Nordsee nordwärts gezogen. Heute Mittwoch folgte aber bereits das nächste Tief, das über den Norden Frankreichs und die Benelux-Staaten Richtung Deutschland zog. An seiner Südflanke steuerte es eingelagert in eine zunehmend kräftige westliche bis südwestliche Höhenströmung eine okkludierende Front zum Alpenraum.

Im Vorfeld der Front gab es vor allem in der Zentral- und Ostschweiz bis am frühen Nachmittag noch einige Aufhellungen, in Teilen Graubündens war es sogar noch recht sonnig. Die Höchsttemperatur lag zwischen 13 und 18 Grad. Dies ist zumindest auf der Alpennordseite für die Jahreszeit mild, der Normwert würde an einem 25. Oktober je nach Ort zwischen 12 und 14 Grad liegen.

Am Donnerstag wird mit der weiter anhaltenden West- bis Südwestströmung milde Atlantikluft zu uns geführt, bevor ab dem Abend dann etwas kältere Luft einfliesst. In der Folge liegt der Alpenraum auch am Freitag und Samstag im Zustrom von zwar labil geschichteter, aber zunehmend auch etwas trockenerer Luft.

Starker Regen in den westlichen Alpen

Mit der Anströmung von Westen wird die zugeführte Feuchtigkeit insbesondere an den westlichen Alpen gestaut. Von den Freiburger und Waadtländer Alpen über das Chablais bis zum Unterwallis werden zwischen Mittwochmittag und Freitagmittag rund 50 bis 80 mm Niederschlag erwartet, dies bei einer Schneefallgrenze, die von 2200 gegen 1900 Meter sinkt. Für diese Gebiete wurde von MeteoSchweiz eine Regenwarnung der Stufe 2 ausgegeben. Mehr Informationen finden Sie hier

Am Wochenende aufkommender Föhn

Am Sonntag dreht die Strömung zunehmend auf Süd und in den Alpen kommt eine kräftige Föhnströmung auf. Während die Luftmasse auf der Alpennordseite weiter abgetrocknet wird, nimmt  auf der Alpensüdseite die Staubewölkung zu und allmählich setzt auch Niederschlag ein.