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Hochnebel und Tropennacht zum Sommeranfang

MeteoSchweiz-Blog | 20. Juni 2024
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Heute Donnerstagabend ist astronomischer Sommeranfang – trotzdem lag im Mittelland zu Beginn des Tages teils eine Hochnebelschicht die eher an den Herbst erinnerte. Gleichzeitig wurde an manchen Stationen auch die erste Tropennacht des Jahres registriert. Wie passt das zusammen?

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Hochnebel am längsten Tag des Jahres

Heute Abend um 22.50 Uhr MESZ steht die Sonne über dem nördlichen Wendekreis - damit beginnt auf der Nordhalbkugel der astronomische Sommer. Die theoretisch mögliche Sonnenscheindauer beträgt an diesen Tagen in der Deutschschweiz fast 16 Stunden. Weitere interessante Fakten zur Sommersonnenwende sind hier zu finden.

Heute wurde wieder einmal bewiesen, dass auch am längsten Tag (bzw. nach der kürzesten Nacht) Nebel- oder Hochnebel vorhanden sein kann. Der tiefe Hochnebel, welcher heute besonders im nordöstlichen Flachland zu liegen kam, wurde mit einer nordöstlichen Strömung in den untersten Schichten (bis ca. 1000 m) advektiv aus Süddeutschland zu uns geführt (siehe Abbildung 1).

Milde Subtropikluft bringt erste Tropennacht

Ein umfangreiches und vor allem in der Höhe ausgeprägtes Tief mit Kern über der Iberischen Halbinsel hat sich bis nach Nordafrika ausgedehnt. Auf dessen Vorderseite wurde mit den süd- bis südwestlichen Höhenwinden sehr milde und feuchte Subtropikluft nach Mitteleuropa geführt (vergleiche Abbildung 2 und 3).

Die vorhandene sehr milde Luftmasse in Kombination mit der durch Saharastaub verstärkten, sehr dichten hohen Bewölkung (siehe Abbildung 4) während der Nacht brachte uns an einigen Stationen auf der Alpennordseite die erste Tropennacht des Jahres (vergleiche Abbildung 5).

Die Tropennacht im Churer Rheintal ist zudem dem Föhn geschuldet, welcher seit Dienstag über den Alpen aufgekommen war.

Hohe Taupunkte

Grundsätzlich braucht es für die Bildung von Nebel wie auch für eine Tropennacht genügend Feuchtigkeit. Ein Mass für die Feuchtigkeit liefert der Taupunkt – dieser lag heute mit 17 bis 18 Grad sehr hoch und war somit massgeblich daran beteiligt, dass es einerseits zu Nebel, aber auch zu einer Tropennacht reichte.