Schon im Vorfeld der Kaltfront haben am Sonntagabend in den südlichen Walliser Alpen, auf der Alpensüdseite sowie am zentralen und östlichen Alpennordhang kräftige, mit einzelnen Gewittern durchsetzte Niederschläge eingesetzt und bis am Montagvormittag angedauert. Dabei wurden im Tessin und in den angrenzenden Südbündner Alpentälern verbreitet 70 bis 110 mm, in Teilen des Mittel- und Südtessins 120 bis 190 mm Niederschlag gemessen (Stand am Montagmittag, 12 Uhr).
In den angrenzenden Gebieten entlang des Alpenhauptkammes und inneralpin waren es lediglich 30 bis 70 mm. Richtung Nord- und Ostbünden hin fielen lediglich 5 bis 20 mm Niederschlag. Die Schneefallgrenze schwankte zwischen 2700 und 3300 Metern, je nach Intensität und Dauer der Niederschläge, und mit generell tieferer Lage auf der Alpennordseite.
Die Niederschlagsmengen im zentralen Alpenraum und in der Nordostschweiz wurden für dieses Ereignis überschätzt, wie ein Vergleich der Messwerte mit den tags zuvor im Blog publizierten Vorhersagekarten zeigt. Die Warnungen konnten folglich für weite Teile der Alpennordseite aufgehoben bzw. im zentralen Alpenraum von Stufe 3 (erhebliche Gefahr) auf Stufe 2 (mässige Gefahr) angepasst werden: