Am 1. Juli 2025 startete das EZMW den ensemblebasierten Betrieb des „Artificial Intelligence Forecasting System (AIFS)“. Die neue Version - AIFS-ENS - besteht aus 51 leicht unterschiedlichen Vorhersagen (ein Ensemble) und läuft parallel zum klassischen physikbasierten IFS-Modell.
Die Einzelversion (AIFS-Single) war bereits seit Ende Februar 2025 im Einsatz. Diese ersten Prognosen wirkten jedoch zu geglättet: Räumliche und zeitliche Schwankungen wurden abgeschwächt. Niederschläge oder Temperaturänderungen unterschätzt, und die Felder waren teilweise physikalisch inkonsistent. Ursache war das Training des neuronalen Netzes: Bei Unsicherheiten in den Daten tendierte es zu einer Mittelwertlösung – anders als klassische numerische Modelle, die durch physikalische Gesetze dynamischere Entwicklungen erzwingen.
Mit dem neuen AIFS-ENS wurde dieses Problem gelöst. Statt einer einzigen Berechnung entsteht nun eine ganze Familie von Prognosen. Dadurch steigt die Variabilität. Zudem lassen Wahrscheinlichkeiten sich quantifizieren - etwa ob ein Niederschlagsereignis eintritt oder eine bestimmte Temperatur überschritten wird.