Turbulenter Oktoberstart in Frankreich, Irland und auf den Britischen Inseln
Zwischen Freitag und Samstag bestimmte Sturmtief «Amy» das Wetter in weiten Teilen von Mittel- und Nordeuropa. Gemäss dem Britischen Wetterdienst Met Office konnte ein Luftdruck von unter 950 hPa (947,9 hPa in Baltasound auf den Shetlandinseln) gemessen werden. Dies ist ein neuer Oktoberrekord im Vereinigten Königreich. Nicht nur der Luftdruck, sondern auch der Wind sorgte für Schlagzeilen. In Schottland gab es Windböen von über 150 km/h. In weiten Teilen Irlands und einem Grossteil von Wales und Nordengland lagen die Windspitzen bei über 100 km/h. Auch in Frankreich (Bretagne und entlang des Ärmelkanals) erreichte der Wind Böen von über 100 km/h. An der niederländischen Küste erreichte der Wind knapp 100 km/h und an der norwegischen Küste rund 120 km/h.
Der Sturm verursachte zahlreiche Schäden: Stromausfälle in Irland und Frankreich sowie viele abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume und Verkehrsbeeinträchtigungen waren die Folge. Die Niederschlagsmengen blieben verhältnismässig moderat. Am meisten Regen fiel während des gesamten Ereignisses im Norden Schottlands und im Süden Norwegens mit etwa 100 mm.