Donnerstag und Freitag, 8. und 9. Januar 2026
Auf Donnerstag kommt Bewegung in die Wetterküche. Die starke nordwestliche Höhenströmung führt bereits in der Nacht auf Donnerstag eine Mischfront zur Schweiz. Diese bringt der Alpennordseite jedoch nur wenig Schnee.
Meteorologisch interessanter wird es vor allem in der zweiten Tageshälfte des Donnerstags. Über dem Nordatlantik bildet sich ein Tief, das sich in der Folge verstärkt und sich von Nordfrankreich bis Freitag nach Deutschland verlagert. Das Tief lenkt eine Warmfront mit Niederschlag im Gepäck aus Westen zur Schweiz.
Interessant ist vor allem die Niederschlagsart. Zu Beginn dürfte Schnee bis in die Niederungen fallen. Mit sich verstärkender Westströmung setzt sich aber zunehmend die mildere Luft bis zum Boden durch, sodass die Schneefallgrenze allmählich auf 900 bis 1200 m steigt. Heikel könnte die Übergangsphase werden. Die mildere Luft setzt sich zunächst in den höheren Luftschichten durch, wobei der Schnee darin beim Fallen schmilzt und in Regen übergeht. Bodennah ist es zu diesem Zeitpunkt noch unter 0 Grad kalt. Zudem ist der Boden noch gefroren. Damit besteht auf der Alpennordseite zumindest gebietsweise die Gefahr von gefrierendem Regen. Diese Prognose ist jedoch noch mit vielen Unsicherheiten belastet.