Inhaltsbereich

Fussbereich

Top Bar Navigation

Alle Schweizer Bundesbehörden

Servicenavigation

Kalte Neujahrsnacht

Der Silvestertag verlief gestern in der abgetrockneten Polarluft verbreitet sonnig und klar. So etwas kam in letzter Zeit nicht häufig vor. In den Wetteraufzeichnungen muss man sogar einige Monate zurückblättern um den letzten, ähnlich uneingeschränkt sonnigen Tag auf der ganzen Alpennordseite zu finden. Dieser war Mitte September.

Prachtswetter in Arosa GR am 31.12.2025. Bild: Meteomeldungen, MeteoSwiss App
Prachtswetter in Arosa GR am 31.12.2025. Bild: Meteomeldungen, MeteoSwiss App

Der wolkenlose und ruhige Tag sowie die trockene Polarluft waren die Grundlage für eine kalte Neujahrsnacht. Im Flachland sank die Temperatur trotz fehlenden Schnees auf -5 bis -11 Grad. In Zürich-Kloten wurde mit -10.4 Grad die viertkälteste Neujahrsnacht seit Beginn der Messreihe im Jahr 1959 verzeichnet. In der Stadt Zürich war es mit rund -9 Grad ähnlich kalt wie zum Jahresbeginn 2015 oder 2002 und in Visp VS mit -11.6 Grad exakt gleich kalt wie im vergangenen Jahr.

Tiefsttemperatur am Neujahrsmorgen, 01.01.2026. Quelle: MeteoSchweiz
Tiefsttemperatur am Neujahrsmorgen, 01.01.2026. Quelle: MeteoSchweiz

An den meisten Orten blieb der Himmel durchwegs klar. Gegen Morgen konnten sich stellenweise aber doch noch einzelne Nebelfelder, vor allem im Grossraum Zürich, oder Hochnebelfelder in der Zentralschweiz bilden. Und das, obwohl die Polarluft eigentlich sehr trocken ist. Vermutlich begünstigten Reste feiner Feuerwerkspartikel (Aerosole) die lokale Nebelbildung.

Nebelfelder am Neujahrsmorgen bei Gockhausen ZH. Bild: Meteomeldungen, MeteoSwiss App
Nebelfelder am Neujahrsmorgen bei Gockhausen ZH. Bild: Meteomeldungen, MeteoSwiss App

Schwache Kaltfront am Freitagabend

Am Freitag lässt der Hochdruckeinfluss vorübergehend nach und ein schwaches Frontensystem eines Tiefs über der Ostsee bringt etwas Bewegung in die Wetterküche. In der Höhe frischt der Südwestwind kräftig auf und führt vorübergehend weniger kalte und feuchtere Luft zur Alpennordseite. Am Abend zieht aus Nordwesten eine abgeschwächte Kaltfront auf, die im Laufe der Nacht für einige Schneeschauer bis ins Flachland sorgen wird. Die Neuschneemengen bleiben mit 1 bis 5 cm in den tiefen Lagen überschaubar. Am zentralen und östlichen Alpennordhang dürften bis Samstag hingegen 10 bis 20 cm Neuschnee zusammenkommen.

Animation des Bodendrucks und des Niederschlags bis Samstagmittag, dem 03.01.2026. Quelle: IFS-Modell (ECMWF, MeteoSchweiz)
Animation des Bodendrucks und des Niederschlags bis Samstagmittag, dem 03.01.2026. Quelle: IFS-Modell (ECMWF, MeteoSchweiz)

Es bleibt winterlich kalt

Auch wenn es am Freitag und Samstag vorübergehend etwas milder wird. Ab Sonntag strömt aus Norden noch kältere Polarluft zu den Alpen, die für einige Tage Dauerfrost sorgt. Im Flachland werden von Sonntag bis Mittwoch oder Donnerstag Eistage prognostiziert, an denen die Temperatur den ganzen Tag unter 0 Grad bleibt. Klart es in den Nächten auf, sind im Mittelland Tiefsttemperaturen um oder unter -10 Grad möglich. Eine ähnlich lange und kalte Wetterphase gab es zuletzt Ende Dezember 2024, als vom Stephanstag bis zum Jahreswechsel ebenfalls einige Eistage auftraten.

Wettervorhersage für Bern für die kommenden Tage. Quelle: MeteoSchweiz
Wettervorhersage für Bern für die kommenden Tage. Quelle: MeteoSchweiz
Ausblick von Teufen AR zum Alpstein mit Säntis am 31.12.2025. Bild: Meteomeldungen, MeteoSwiss App
Ausblick von Teufen AR zum Alpstein mit Säntis am 31.12.2025. Bild: Meteomeldungen, MeteoSwiss App