Die Kombination aus Kaltluft und warmem Wasser macht den Unterschied
Verantwortlich für das winterliche Wetter ist ein seit Tagen nahezu stationäres Tief über der Ostsee. Auf seiner Rückseite strömt kalte Luft aus den polaren Regionen über den Atlantik und die Nordsee nach Süden. Diese Luft ist zunächst sehr trocken und würde keinen Schnee bringen.
Doch je länger sie über das Meer hinwegzieht, desto mehr Feuchtigkeit nimmt sie auf. Allein das reicht allerdings noch nicht für Schneeschauer. Erst ein zweiter Effekt macht das System zur sprichwörtlichen „Schneekanone Meer“: Das vergleichsweise warme Wasser erwärmt die Luftschicht direkt darüber. Die dadurch leichtere, feuchte Luft steigt auf, kühlt sich in der Höhe wieder ab – und Wolken entstehen.
Je länger die Kaltluft über das Meer strömt, desto stärker fällt dieser Effekt aus und desto intensiver können die Schneeschauer werden.