Inhaltsbereich

Fussbereich

Top Bar Navigation

Alle Schweizer Bundesbehörden

Servicenavigation

Zwischen Sonntagabend und Dienstagabend gab es in den Bergen ergiebige Schneefälle. Damit reduzierte sich nicht nur das Schneedefizit in den Bergen, sondern es verschärfte sich auch die Lawinensituation. Wir werfen einen Blick auf die gefallenen Neuschneemengen und den Verlauf der Schneefallgrenze während dem Ereignis. 

Tief verschneites Münster am 17.02.2026 am Morgen.
Tief verschneites Münster am 17.02.2026 am Morgen. (Meteo Meldungen, Meteoswiss App)

Mit einer starken bis stürmischen von West auf Nordwest drehenden Höhenströmung wurde zwischen Sonntagabend und Dienstagabend feuchte Luft am Alpennordhang gestaut. Dabei sind am Alpennordhang, im Zentralwallis, in Nordbünden und in der oberen Leventina oberhalb von 1200 bis 1400 Metern, vom Oberwallis bis nach Nordbünden oberhalb von 800 Metern verbreitet 50 bis 80 cm, lokal bis 100 cm Neuschnee gefallen. In Mittelbünden und im Unterengadin wurden 40 bis 50 cm, lokal bis 60 cm Neuschnee gemessen, während es im Oberengadin und Misox 8 bis 25 cm Neuschnee gab. 

Auch Scuol im Unterengadin ist frisch verschneit am 17.2.2026.
Auch Scuol im Unterengadin ist frisch verschneit am 17.2.2026. (Meteo Meldungen, MeteoSwiss App)

Die Schneefallgrenze lag am Alpennordhang am Sonntagabend bei rund 1500 Metern und ist dann auf Montag auf 1000 Meter gesunken. Am Montagnachmittag und in der Nacht auf Dienstag ist sie auf 500 bis 800 Meter gesunken. Inneralpin sowie am östlichen Alpennordhang lag die Schneefallgrenze meist zwischen 500 bis 800 Metern.

Verlauf der Schneefallgrenze von Sonntagnachmittag bis Dienstagvormittag an ausgewählten Stationen.
Verlauf der Schneefallgrenze von Sonntagnachmittag bis Dienstagvormittag an ausgewählten Stationen. (MeteoSchweiz)

Einige teils kräftige Schauer sorgten am Dienstag teils für Schnee bis in die Niederungen. Aufgrund der warmen Bodentemperaturen blieb der Schnee in den Niederungen jedoch kaum liegen.

Normalisierung der Schneehöhen am Alpennordhang

Mit den gefallenen Neuschneemengen hat sich die Schneesituation besonders in den Walliser Alpen sowie gebietsweise vom Berner Oberland über die Zentralschweizer Alpen bis zum Alpstein etwas entspannt. Die rötlichen Farben wurden zu gelb bis blau, was einer relativen Schneehöhe von 90% oder mehr im Vergleich zum langjährigen Mittel entspricht. Das grösste Defizit weisen noch die tieferen Lagen sowie die östlichen Alpen und die Alpensüdseite auf. 

Relative Schneehöhe am Freitagmorgen im Vergleich zum langjährigen Mittel (1991-2020) in den Schweizer Alpen.
Relative Schneehöhe am Freitagmorgen im Vergleich zum langjährigen Mittel (1991-2020) in den Schweizer Alpen. (SLF, Institut für Schnee- und Lawinenforschung, Swisstopo)

Grosse bis sehr grosse Lawinengefahr in den Bergen

Bitte beachten Sie die angespannte Lawinensituation. Unsere Kolleginnen und Kollegen vom SLF haben heute die höchste Warnstufe 5 für die Gebiete der nördlichen Walliseralpen und für Gebiete im Unterwallis ausgegeben. In den übrigen Alpen herrscht ebenfalls grosse Lawinengefahr, da ist eine Lawinenwarnung der Stufe 4 aktiv.