Globaler Überblick
In weiten Teilen Russlands und Sibiriens herrschte extreme Kälte mit Temperaturen von bis zu etwa -40 °C. Auch Alaska erlebte eine kalte erste Monatshälfte, wie die monatlichen Anomalien zeigen. Es gab einen Kontrast zwischen den unterdurchschnittlichen Temperaturen im mittleren und östlichen Teil der Vereinigten Staaten, wo gegen Ende des Monats extrem kalte Bedingungen herrschten, und dem westlichen Teil der Vereinigten Staaten, wie Utah, und dem westlichen Teil Kanadas, wo überdurchschnittliche Bedingungen herrschten. Die extreme Kälte im mittleren und östlichen Teil der Vereinigten Staaten spiegeln sich nicht deutlich in den monatlichen Temperaturabweichungen wider, da die weit überdurchschnittlich warmen Bedingungen in der ersten Januarhälfte die extreme Kälte in der zweiten Hälfte teilweise kompensierten.
Die überdurchschnittlichen Temperaturen waren in der Arktis am ausgeprägtesten, insbesondere in weiten Teilen des kanadischen Arktischen Archipels, der Baffin Bay, Grönlands und des russischen Fernen Ostens. Überdurchschnittliche Temperaturen wurden auch im Süden Südamerikas, im Norden Afrikas, in Zentralasien und in weiten Teilen Australiens gemessen. Die Antarktis war insgesamt wärmer als im Durchschnitt.
Ein Grossteil Australiens erlebte im Januar zwei Hitzewellen, wobei an mehreren Orten die höchsten jemals gemessenen Höchsttemperaturen verzeichnet wurden. Am 30. Januar 2026 stieg die Temperatur in Port Augusta (Bundesstaat South Australia) auf bis zu 50 °C. Dies sind die südlichsten 50 °C, die jemals auf der Südhalbkugel gemessen wurden.
In der südlichen Hemisphäre führte die Rekordhitze zu extremen Bedingungen, darunter Waldbrände, die in der zweiten Januarhälfte dramatische Ausmasse annahmen. Unter anderem forderten heftige Brände in Australien, Chile und Patagonien mehrere Menschenleben. Die starken Regenfälle, die in der letzten Januarwoche über das südliche Afrika niedergingen, führten zu schweren Überschwemmungen, insbesondere in Mosambik, mit katastrophalen Folgen für Leben und Lebensgrundlagen.