Bis Ende des aktuellen Winters dauert es noch eine Weile und an der Schneelage in den Alpen kann sich noch einiges ändern. Die grössten Schneemengen in den Alpen werden üblicherweise ohnehin im März/April registriert. Und tatsächlich sieht es für die nächsten beiden Wochen nach Schneezuwachs aus.
Die Schweiz kommt nämlich in eine Westwindzone zu liegen, die auch immer wieder feuchte Meeresluft zu den Alpen führt. So sorgen mehrere Tiefdruckgebiete mit ihren Frontensystemen für Niederschläge, die mitunter auch mal etwas ergiebiger ausfallen können. Insgesamt dürften damit die nächsten beiden Wochen eher nasser ausfallen als normal. Wer in den Skiferien verweilen wird, wird vermutlich trotzdem nicht die ganze Zeit in den Schneewolken stecken und kaum die eigenen Skispitzen erkennen können. Mehr Niederschlag als normal bedeutet nicht, dass trockene Tage mit Sonne ausgeschlossen sind.
Wie üblich findet hierzulande eine verstärkte Feuchtezufuhr aus Westen mit milderen Luftmassen statt. Denn je wärmer eine Luftmasse ist, desto mehr Wasserdampf kann sie speichern. Das ist quasi einfache Physik, auch bekannt unter der Clausius-Clapeyron-Gleichung. Kennen Sie bestimmt noch aus Ihrem Physikunterricht 😉: Pro Grad Erwärmung kann die Luft rund 7 % mehr Wasserdampf aufnehmen.
Genug Physik, zurück zum Wettertrend. Tatsächlich wird die nächste Woche im Durchschnitt milder als normal. Ab Mitte Februar verliert sich das Temperatursignal und die Spannung steigt, ob der Winter auch in tieferen Lagen nochmals Einzug halten könnte.
Das ist aber im Moment nicht mehr als Spekulation. Bevor dies geschehen könnte, ist vorerst einmal in etwas höheren Lagen mit Neuschneezuwachs zu rechnen, der auch das Zeug dazu hat, die Seelen der Fans von massig Powder zu erwärmen. Grob vorhergesagt dürfte die Schneefallgrenze nächste Woche zwischen etwa 1200 und 1500, teils gar 1800 m pendeln. Voraussichtlich sinkt sie im Laufe der zweiten Wochenhälfte allmählich. Andererseits sind bei westlicher bis südwestlicher Anströmung vor allem die westlichen Alpenregionen begünstigt.

Wie fast immer beim Blick so weit in die Zukunft ist die Prognoseunsicherheit natürlich noch relativ gross. Dies gilt insbesondere auch für die Niederschlagsmengen. Aber bei der derzeitigen Schneesituation ist jeder Zentimeter der weissen Pracht willkommen.